Am Freitag 11.08. Auftakt zur WDR-TV-Doku

[09.08.2017]

"Unser Land in den 70ern" mit Wind, Wetter und Pockenepidemie

Das Wetter spielte verrückt im Jahr 1970, der Winter eiskalt, der Sommer stürmisch. Es lag sehr, sehr viel Schnee zu Beginn des Jahres 1970. Überall in Nordrhein-Westfalen war es winterlich. Das ganze Land war weiß, eine geschlossene Schneedecke vom Niederrhein bis Ostwestfalen. Wozu brauchte man da noch die Alpen, dachten sich die Nordrhein-Westfalen. Skifahren können wir auch zuhause. Das Sauerland wurde zum Skiparadies.

Das Sauerland freute sich über Schnee und Wintersport, aber dann kam die Katastrophe: Pocken. Die Kleinstadt Meschede wurde zum Krisengebiet. Ein 20-jähriger Mann war nach einer Pakistan-Reise mit hohem Fieber ins örtliche Krankenhaus eingeliefert worden. Die Angst sich anzustecken, erfasste die ganze Stadt. 25 Menschen waren an Pocken erkrankt, 260 Mescheder mussten in Quarantäne. Auch Magdalena Drinhaus hatte sich angesteckt. Sie war Schwesternschülerin im Mescheder Krankenhaus. Wochenlang kämpfte sie ums Überleben.

Gesendet wird die WDR-Doku von Jobst Knigge am Freitag, 11. August 2017 von 20.15 – bis 21 Uhr. Der Film – erzählt von Schauspielerin Esther Schweins, die 1970 in Oberhausen zur Welt kam – steht bereits am Vortag und dann ein Jahr lang in der WDR-Mediathek: http://www1.wdr.de/mediathek

Weitere Hintergrund-Informationen zum Thema finden Sie direkt unter https://presse.wdr.de/plounge/tv/wdr_fernsehen/2017/08/20170808_wetter_1970.html.