Die Krankenpflegeschule und ihre Historie

Im Oktober 2006 feierte die Krankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus ihr 50-jähriges Bestehen. 10 Schülerinnen begannen am 1. Oktober 1956 ihre Ausbildung. Als Einsatzorte der praktischen Ausbildung standen die Abteilungen des St. Walburga-Krankenhauses zur Verfügung. Lernen, arbeiten und Freizeit waren eng miteinander verknüpft. Alle Schülerinnen wohnten im gleichen Gebäude, in dem sich auch die Unterrichtsräume befanden.

Mit den sich wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen und neuen gesetzlichen Vorgaben veränderte sich auch das Gesicht der Krankenpflegeschule.

Moderne funktionelle Berufskleidung ersetzte nach und nach Schwesterntracht, Kittelschürze und Haube und auch die ersten Männer wurden aufgenommen. Im Jahr 1974 wurde im Park des St. Walburga-Krankenhauses ein neues Gebäude errichtet. Hier standen jetzt zwei Klassenräume, Demonstrations- und auch Aufenthaltsräume zur Verfügung.

Mit der Novellierung des Krankenpflegegesetzes 1984 ergaben sich wieder vielfältige Veränderungen. So kamen u. a. neue Praxiseinsatzfelder außerhalb des St. Walburga-Krankenhauses hinzu.

Im Jahr 2004  wurde die Krankenpflegeausbildung in unserer Region neu organisiert. Aus der Krankenpflegeschule wurde eine „Verbundkrankenpflegeschule“ mit 125 Ausbildungsplätzen, an der neben dem St. Walburga-Krankenhaus in Meschede auch die Elisabeth-Klinik Olsberg-Bigge, das St. Franziskus Hospital Winterberg und das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft beteiligt sind. Durch den Verbund konnte eine erhebliche Erweiterung der Praxiseinsatzfelder erreicht werden. Neben den klassischen Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie und Frauenheilkunde können die Auszubildenden jetzt auch spezielle Bereiche von Medizin und Pflege wie etwa die Rheumatologie, die Lungenheilkunde oder auch den Kurzzeitpflegebereich kennen lernen.