Pflegedienst

Pflege kommt bei der Betreuung unserer Patienten eine tragende Rolle zu. Pflegende sehen den Patienten ganzheitlich, als ein Geschöpf Gottes, ungeachtet seiner Hautfarbe, Konfession,  seines Geschlechtes, seiner Bildung und Leistung. Ganzheitlichkeit bedeutet: es werden physische, psychische, soziale, kulturelle und auch spirituelle Belange des Patienten berücksichtigt.

Pflege umfasst die Förderung der Gesundheit, die Verhütung und Linderung von Krankheit, die Wiederherstellung der Gesundheit sowie die aktivierende Hilfestellung, Beratung und Begleitung der Patienten und Angehörigen.

Die Krankenschwestern und -pfleger sind ständiger Ansprechpartner für unsere Patienten und deren Angehörige oder Bezugspersonen. Sie schenken ihnen Aufmerksamkeit, menschliche und persönliche Zuwendung, Freundlichkeit und fachliche Kompetenz.  Dies erfordert eine entsprechend Ausbildung und ständige Fort- und Weiterbildung.

Krankenpflege im St. Walburga-Krankenhaus zeichnet sich durch ihre Zielsetzung, Pflegeplanung/Pflegeprozess, ihre Organisation (Bereichspflege) sowie durch die persönliche Haltung der Pflegenden aus.

Bereichspflege

Unser Ziel ist eine patientengerechte individuelle ganzheitliche Pflege zu gewährleisten. Die Organisationsform der Pflege muss sich am Gesundungsprozess des Patienten orientieren und nicht an den üblichen Betriebsabläufen im Krankenhaus. Die patientenorientierte Pflege ist in einer funktionellen Pflegeform nicht zu verwirklichen, sondern nur in einem patientenorientierten Pflegesystem.

Bei der Bereichspflege werden die Patientenzimmer in Bereiche eingeteilt. Jede Pflegeperson übernimmt für ihren Pflegebereich die umfassende Verantwortung für die Organisation, die Planung, Durchführung und Auswertung der Pflege, die Visitenbegleitung, Visitenausarbeitung etc. Je nach Stationsgröße soll ein Pflegebereich nicht mehr als 9 Patienten umfassen. Die größere Nähe zu den Patienten und das dadurch zunehmende Wissen über deren Krankheitsverlauf lassen die Pflegenden deutlicher die Erfolge, aber auch die Mängel der Pflege erkennen. Die Grundpflege, Prophylaxen, Mobilisation, psychische und soziale Belange werden zum Kernpunkt pflegerischen Handelns.

Dienstübergabe

Die Dienstübergabe ist im stationären Bereich der Krankenhäuser ein sich mehrmals täglich wiederholender Vorgang. Vor allem die mittägliche Form der Übergabe ist ein traditionelles Instrument der Informationsübermittlung zwischen den Pflegenden. Die Dienstübergabe dient als Instrument für Weitergabe von Informationen, um einen kontinuierlichen Arbeitsablauf zu gewährleisten.  Alle pflegerelevanten Informationen über den Patienten sollen dabei vermittelt werden, so dass die Kontinuität der Pflege über 24 Stunden sichergestellt werden kann.

Um den Patienten noch mehr in den Pflegeprozess mit einzubeziehen wird auf einigen Stationen zur Übergabe eine Pflegevisite am Patientenbett durchgeführt. Pflegekräfte beider Arbeitsschichten (Frühdienst und Spätdienst) tauschen gemeinsam mit dem Patienten Informationen aus. Die Patienten lernen somit ihre neuen Ansprechpartner/-innen kennen und können ihre eigenen Ideen und Fragen einbringen. Diese Form der Dienstübergabe wird von Seiten der Patienten sehr positiv aufgenommen und führt somit zu einem weiteren Beitrag in Richtung patientenorientierte Pflege.

Pflegedirektion

Die Pflegedirektion ist für das Pflegepersonal und für die Umsetzung eines Pflegekonzeptes zuständig. Als Mitglied der Betriebsleitung vertritt die Pflegedirektorin die Belange der Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter des Pflege- und Funktionsdienstes. Die Pflegedirektion wird in ihren Aufgaben von den Stations- und Abteilungsleitungen unterstützt.

Die Leitung des Pflegedienstes im St. Walburga-Krankenhaus Meschede lag bis Juni 2004 in den Händen des Ordens der Barmherzigen Schwestern (Clemensschwestern) aus Münster. Seit Juli 2004 bekleidet dieses Amt Diplom-Pflegewirtin Petra Niermöller.