Leistungsspektrum Kardiologie

Neben den kardiologischen Schwerpunkten mit der Diagnose und Therapie von Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen des Herzens (koronarer Herzerkrankung, akuter Herzinfarkt), Herzschwäche  und Herzrhythmusstörungen zählen auch allgemeininternistische Erkrankungen, Infektionskrankheiten (z. B. Pneumonie, Sepsis), Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen) sowie  neurologische Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, TIA, Krampfanfall)  zu den typischen Krankheitsbildern, die  in unserer Abteilung behandelt werden. Bei besonders schweren Krankheitsbildern ist eine Überwachung auf der Intensivstation notwendig, ggf. sogar mit künstlichem Koma und maschineller Beatmung. 

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind sehr ernst zu nehmen. Sie  sind die häufigste Todesursache in Deutschland sowie weltweit und müssen daher häufig stationär behandelt werden.

Um eine optimale Versorgung unserer Patienten zu gewährleisten, steht neben modernsten diagnostischen Geräten auch eine nach neuesten Erkenntnissen ausgestattete Intensivstation zur Verfügung.

Besonderer Schwerpunkt der Abteilung ist die Anlage und Nachkontrolle von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und einem speziellen Schrittmachersystem, genannt CRT - typischerweise ein 3-Kammer-Herzschrittmacher. Jährlich werden in unserem Haus über 100 Herzschrittmacher, Defi´s und CRT-Systeme implantiert sowie über 1000 Kontrollabfragen dieser Geräte durchgeführt.

Mit dem CRT-System (cardiale Resynchronisationstherapie) können schwere Herzschwächeerkrankungen, die mit typischen EKG-Veränderungen (Blockbild) einhergehen, behandelt und die Herzschwäche neben einer optimalen medikamentösen Therapie zusätzlich unterstützt werden. Bei vielen Patienten ist in diesem System auch eine Defibrillatorfunktion enthalten (CRT-D).

Herzinfarkte, Herzkranzgefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen werden unter Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Maßnahmen, wie z. B. EKG (Elektrokardiogramm), Laborwerten, Herzultraschall, Belastungsuntersuchungen (Stress-Echokardiographie, Ergometrie, Spiro-Ergometrie), Langzeituntersuchungen (24-Stunden-EKG und 24-Stunden-Blutdruckmessung) sowie speziellen Gefäßuntersuchungen behandelt. Zudem führt Chefarzt Dr. Gießmann regelmäßig Herzkatheteruntersuchungen durch.

Ab Mitte Dezember 2014 wurde von ihm und seinem Team (unser Foto) im Souterrain des Hauptgebäudes der Linksherzkatheter-Messplatz (LHKM) in Betrieb genommen, der ein kardiologisches Komplett-Programm mitsamt minimal-invasiven Verfahrensweisen ermöglicht - was sich besonders hilfreich für Infarkt-Patienten auswirkt: Ihnen steht jetzt vor Ort ein noch umfassenderes Versorgungsangebot zur Verfügung. Damit wird zugleich der Auftrag der Klinik als Notfallversorger sowie verlässlicher und kompetenter Partner im Bereich des Rettungsdienstes deutlich unterstrichen.

Auch Erkrankungen der Lunge und der Atemwege werden in der Abteilung behandelt. Mit Hilfe einer Lungenfunktionsprüfung können alle Funktionswerte der Lunge genauestens bestimmt werden. Die weitverbreitete Lungenerkrankung COPD, die typischerweise Raucher betrifft, kann hiermit diagnostiziert werden. Auch das Asthma bronchiale kann frühzeitig erkannt und behandelt werden. Durch ein Schlafapnoe-Screening können die gefürchteten Atemstillstände und Sauerstoffsättigungsabfälle während des Schlafes, vor allem bei „Schnarchern“, mit einem tragbaren Aufzeichnungsgerät erfasst werden.

So kann entschieden werden, ob eine anschließende Untersuchung in einem Schlaflabor erforderlich ist. Typische Symptome dieser Erkrankung sind neben dem Schnarchen die Tagesmüdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsminderung und Einschlafen bei monotonen Tätigkeiten. Auch eine Bluthochdruckerkrankung kann die Folge sein, da der Körper sich nicht im Schlaf erholen kann, sondern nachts unter Stress steht.

Für Fragen und zur Beratung steht Ihnen das Team der Kardiologie gerne zur Verfügung! Sie erreichen uns telefonisch unter 0291.202-1201 oder per E-Mail an innere@walburga-krankenhaus.de.