Die Konventsoberin Sr. Irmlinde mit den Jubilarinnen Sr. Radegunde und Sr. Margarethe, v. r.

Zwei Clemensschwestern legten vor 50 Jahren ihre Ordensgelübde ab - Dienst ist auf Menschen ausgerichtet

[21.04.2012]

"Es ist selten, dass in einem kleinen Konvent zwei Schwestern gleichzeitig ein Jubiläum feiern", sagt die Konventsoberin Schwester Irmlinde und lächelt. Vor einem halben Jahrhundert legten Schwester Radegunde und Schwester Margarethe im Mutterhaus in Münster ihre ersten Gelübde ab. Am Samstag, 21. April, feiern die beiden Schwestern im Kreise ihrer Mitschwestern und geladener Gäste im St. Walburga-Krankenhaus Meschede ihr Jubelfest. Die Messe in der Krankenhauskapelle, die um 10 Uhr beginnt, wird feierlich gestaltet. "Die Schwestern des Konventes haben sich sehr viel einfallen lassen", wissen Schwester Radegunde und Schwester Margarethe, dass der ganze Tag, vom Morgen bis zum Abend, sehr schön für sie gestaltet wird.

Die Schwestern, die seit 2007 und 2008 im St. Walburga-Krankenhaus leben und arbeiten, gehören der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern (Clemensschwestern) in Münster an. Die Ordensgemeinschaft wurde 1808 von dem späteren Erzbischof von Köln Clemens August Droste zu Vischering gegründet und vom Bischof von Münster anerkannt. Die erste Generaloberin war Maria Alberti, eine Konvertitin aus Hamburg.
"Unser Dienst will Ausdruck einer menschlichen und sozialen Gesinnung sein", heißt es in einer Selbstbeschreibung des Ordens. "Der Dienst ist immer auf Menschen ausgerichtet", betonen die Schwestern.

Schwester Radegunde absolvierte eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen-Assistentin und war als solche 17 Jahre in der Raphaelsklinik Münster tätig, um anschließend 27 Jahre in der Sozialstation in Emsdetten für kranke Menschen da zu sein. Schwester Margarethe erhielt in der Raphaelsklinik die Ausbildung zur Krankenschwester und war dann insgesamt 43 Jahre in den Krankenhäusern Kevelaer, Meschede und Kempen als Stationsleitung tätig.
Den heutigen Festtag verbringen die Jubilarinnen in ihrer Gemeinschaft. "Die Welt hat eine tiefe Sehnsucht nach Gemeinschaft, Einheit und Frieden. Durch unser gemeinsames Leben versuchen wir, auf diese Sehnsucht für uns selbst und die Welt eine Antwort zu geben", sagen die Ordensfrauen.