Blickfang für Jung und Alt, dem sich auch diese jungen Gäste nicht entziehen konnten: Bis Ende Mai ist die Bilder-Ausstellung "Zeitsprünge" - ein Gemeinschaftsprojekt des St. Andreas-Kindergartens Velmede und der Christophorus-Seniorenresidenz - in der Eingangshalle des St. Walburga-Krankenhauses zu sehen. Dank der originellen Schnappschüsse - von Fotografin Sabrina Voss mit ihrer Kamera meisterhaft eingefangen - findet die Reihe innerhalb der Klinik große Aufmerksamkeit.
Fotografin Sabrina Voss hat bei der von ihr betreuten Ausstellung "Zeitsprünge" Jung und Alt für beeindruckende Posen gewinnen können. Aus insgesamt rund 80 eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen finden sich nunmehr die 26 schönsten Motive in der Werk-Schau wieder. Die Bilder besitzen allesamt einen gewissen, augenzwinkernden Pfiff, laden aufgrund der fröhlichen, harmonischen Grundstimmung förmlich zum Verweilen ein.

"Zeitsprünge": Kinder und Senioren standen für originelle Bilder-Welten Modell

[28.03.2014]

Es ist die Dokumentation erfolgreicher Begegnungen – eine Art  visualisiertes Manifest gelungener, generationsübergreifender Kontaktpflege: So standen im vergangen Jahr Schützlinge aus dem Velmeder St. Andreas-Kindergarten der Fotografin Sabrina Voss zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Christophorus-Heims für eindrucksvolle Moment-Aufnahmen Modell. Das Projekt endete schließlich mit rund 80 interessanten Schwarz-Weiß-Schnappschüssen, von denen sich nunmehr die 26 schönsten in der Ausstellung „Zeitsprünge“ wiederfinden. Sie wird innerhalb der nächsten Wochen, bis Ende Mai, im Foyer des St. Walburga-Krankenhauses gezeigt.   

Dort geschieht es seitdem häufig, dass Patienten, Angehörige, Mitarbeiter beim Durchqueren der Eingangshalle spontan inne halten, um die großformatigen Werke zu begutachten – durchweg fasziniert. Schon während der Montage wird nicht mit bewundernden Rückmeldungen gespart. „Große Klasse, diese Bilder-Welten“, lobte beispielsweise ein Mittvierziger die Präsentation, nachdem er vor jedem Exponat längere Zeit ausgeharrt hatte. „Sehr ausdrucksstark, sehr überzeugend“, lautete der Kommentar seiner Begleiterin.  

Charmante Grundstimmung

Dass die Werk-Schau innerhalb der Klinik begeisterten Zuspruch erfährt, bestätigt deren Geschäftsführerin Anja Rapos – und fügt hinzu: „Es freut uns, wenn die Aufnahmen ein solch positives Echo erzielen.“ Was dem Publikum offenbar besonders imponiert? Voss, die Macherin, hat es  meisterhaft geschafft, mit ihrer Kamera Jung und Alt für ungewöhnliche Posen zu gewinnen. So inszenierte sie die Protagonisten abseits konventioneller Rollenklischees, rief mit den sorgfältig ausgewählten Motiven feindosierte Aha-Effekte hervor: Da schiebt etwa das kleine Mädchen einen Rollator durch das Blickfeld, auf der Tafel gleich nebenan versucht die grauhaarige, weise lächelnde Dame mit dem neumodischen Tablet zu hantieren. Oder der Senior leiht dem cool an seiner Schulter lehnenden Knirps kurzerhand die eigene Schirmmütze als Kopfbedeckung aus: Originell wirken die Ansichten allemal. Und sie besitzen einen gewissen, augenzwinkernden Pfiff - Impressionen, die aufgrund der charmanten, harmonischen Grundstimmung förmlich zum Verweilen einladen.

Sympathisch kommt die Reihe gerade wegen eines weiteren Markenzeichens daher: Unübersehbar sind die fröhlichen, strahlenden Gesichter – hier wie dort. Sie lassen auf vertrautes Terrain schließen. Fürwahr: Nach den Worten von Annette Geilen, der Leiterin des Kindergartens, haben ihre Schützlinge in der Vergangenheit schon öfters die Senioren aufgesucht – wie umgekehrt genauso.

Gegenseitiges Lernen

Die Kooperation erwies sich von Anbeginn als recht problemlos, nachdem man bereits vorab den Inklusionstag gemeinsam gefeiert hatte. Daher wurden Folge-Treffen zwischen den beiden Einrichtungen neben Geilen von Jürgen Franke, dem Verantwortlichen für die Christophorus-Residenz, tatkräftig forciert. Aus gutem Grund: Im Austausch untereinander passiert viel gegenseitiges Lernen – mit der Konsequenz, dass jede Seite von der jeweils anderen profitiert. Die dabei stattfindenden Interaktionen zwischen den Akteuren, sie spiegeln sich jetzt in den Ablichtungen wider.

Die Ausstellung – Eintritt frei - kann während der normalen Öffnungszeiten des Krankenhauses besichtigt werden, ab Juni wird sie in der Volksbank Bestwig ausgehängt.