Gemeinsam weihten sie vor dem Betriebsbeginn den neuen Funktionstrakt für die Kardiologie/Gastroenterologie im Souterrain des St. Walburga-Krankenhauses ein (v.l.): Klaus Schmitz (technischer Leiter), Dr. Detlef Drüppel (Ärztlicher Direktor), MdB Patrick Sensburg (Gast), Anja Rapos (Geschäftsführerin) sowie die beiden Chefärzte Dr. Daniel Gießmann und Dr. Georg Köhne.
Vor Inbetriebnahme der Räumlichkeiten wurde der fertiggestellte Gebäudeabschnitt im Bettenhaus II von Pater Johannes Sauerwald (Bildmitte) auch gesegnet. Von Geschäftsführerin Anja Rapos sowie MdB Patrick Sensburg, der an diesem Morgen dem Ärztlichen Direktor Dr. Detlef Drüppel einen Informations-Besuch abgestattet hatte, waren zuvor die Vorzüge des modernen Funktionstraktes herausgestellt worden.

"Wahres Schmuckkästchen": Für 1,7 Millionen Euro entstand hochmoderner Funktionstrakt

[26.08.2013]

Alles neu, alles frisch, alles zeitgemäß: Das Souterrain im Bettenhaus II des St. Walburga-Krankenhauses Meschede ist gegenüber früher nicht mehr wiederzuerkennen. Da, wo sich zuvor ein dunkler Rohbau befand, in dem die Installationen der übrigen Etagen endeten, entstanden während der vergangenen sechs Monate auf 750 Quadratmetern Grundfläche großzügig angeordnete Funktionsabteilungen für die Kardiologie und Gastroenterologie. Seit dem 4. März 2013 sind achtzehn Behandlungs-, Besprechungs- sowie Multifunktionsräume zusätzlich errichtet worden. 

Somit verfügen jetzt Dr. Daniel Gießmann und Dr. Georg Köhne, die beiden Chefärzte der Inneren Medizin, über einen hochmodern ausgestatteten Trakt, der fortan die noch bessere, auf den Einzelfall zugeschnittene Betreuung erlaubt – etwa bei EKG-Analysen, Herzschrittmacherkontrollen oder Bronchoskopien. Patienten finden in dem Gebäudeabschnitt allein vier eigens gekennzeichnete Bereiche, in denen – gedacht als zentrale, internistische Aufnahme - der notwendige Eingangscheck erfolgt. „Unsere internen Abläufe“, bemerkte Köhne, „werden dadurch erheblich entzerrt“ – denn weiterführendere Untersuchungszimmer liegen gleich in Reichweite.

Differenzierte Diagnostik

Das Prinzip der kurzen Wege wurde an dieser Stelle vorbildlich umgesetzt. Zwei, drei Meter reichen, schon kann – gewissermaßen nebenan – eine differenziertere Diagnostik beginnen. Selbst erste kleinere Eingriffe lassen sich dann bei Bedarf erledigen. Und wem beispielsweise für abgesicherte Befunde eine Magen- oder Darmspiegelung angeraten wird, der bekommt durch angegliederte, separate Umkleidekabinen sowie sanitäre Anlagen deutlich mehr Komfort geboten. Ein Gedanke, der nicht zuletzt bei dem vergrößerten, monitorüberwachten Aufwachraum eine wichtige Rolle spielte: Dem Einzelnen will man den Aufenthalt in der Klinik so angenehm wie möglich gestalten.

Als „sehr innovativ“ beschrieben die Fachleute Gießmann/Köhne jene ganz bewusst zwischen die beiden Endoskopie-Einheiten platzierte, hochwertig ausgerüstete Aufbereitung, in der das zuvor verwendete Instrumentarium – nach benutzten und unbenutzten Geräten getrennt – sorgfältig gereinigt bzw. desinfiziert wird.

Sechsstellige Beträge

Ein gewisser Teil des bisherigen, bewährten Equipments konnte beim Umzug übernommen werden,  erläuterte Klaus Schmitz, der technische Leiter: „Bei den Neuanschaffungen haben wir viel Wert auf Qualität gelegt - sechsstellige Beträge für georderte Apparaturen sind da keine Seltenheit.“ Bei aller Begeisterung über den gelungenen Abschluss der Arbeiten benannte er auch die Herausforderungen, mit denen die Handwerker bei Beginn zu kämpfen hatten: So galt es zunächst, eine ebenerdige Bodenplatte mitsamt den aktuell zu integrierenden Versorgungssystemen zu schaffen, wies doch das Untergeschoss anfangs noch den Aushub für das dort ursprünglich vorgesehene Bewegungsbad auf. Die komplette Investitionssumme bezifferte Schmitz mit rund  1, 7 Millionen Euro, darin inbegriffen u.a.  Ausgaben für Medizintechnik und Inventar.  

Dass die zuweilen schwierige Montage in der Rückschau keine allzu langwierigen Beeinträchtigungen für den darüber angesiedelten Stationsalltag nach sich zog, dafür lobte Geschäftsführerin Anja Rapos während einer kleinen Feierstunde die beteiligten, vorwiegend aus der Region stammenden Firmen ausdrücklich: Sie hätten Umsicht und Fingerspitzengefühl walten lassen. In Anbetracht der erfolgreichen Kooperation richtete die Verwaltungschefin ihren Dank zudem an den Geschäftsbereich Bauwesen der Trägergesellschaft Misericordia für die Entwurfsplanung, an das Kölner Architektenbüro Beckmann für Ausführungsplanung und Bauleitung sowie an das Mescheder Ingenieurteam Emkon für die Koordination sämtlicher technischen Gewerke.

Optimierte Rahmenbedingungen

Ein Extra-Kompliment verteilte Rapos an den technischen Leiter Klaus Schmitz für dessen engagierte Begleitung der gesamten Maßnahme. Gemeinsam, betonte sie, sei ein „tolles Ergebnis, ein wahres Schmuckkästchen“ abgeliefert worden – eines, das überdies fristgerecht abgeschlossen wurde. Ähnlich wie seine Vorrednerin zeigte sich der hiesige Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg (MdB), aufgrund eines zufälligen, vorherigen Informationsbesuches beim Ärztlichen Direktor Dr. Detlef Drüppel nunmehr Ehrengast der Klinik, über die gelungene Erweiterung sichtlich angetan. Der Gesundheitsstandort am Schederweg, bilanzierte der Politiker im Grußwort, sei profiliert aufgestellt. Und die von den Verantwortlichen angedachten, ambitionierten Zukunftsüberlegungen, fügte er später in kleinerer Runde hinzu, ließen ihn ohnehin optimistisch nach vorne schauen. Aus Sicht des Ärzte-Kollegiums strich Dr. Gießmann die Freude über optimierte Rahmenbedingungen heraus.  

Nach der Einsegnung durch Pater Johannes Sauerwald – „mögen hier Türen des Himmels aufgehen“ - nimmt die Kardiologie ab 26. August den Betrieb auf, die Gastroenterologie startet am 2. September.