Unfallchirurgie als Kooperationspartner im Traumanetzwerk Ruhrgebiet zertifiziert

[27.07.2009]

Versorgung von Schwerverletzten - "Jede Minute zählt!"

Im Juni 2009 wurde die Abteilung für Unfallchirurgie des St. Walburga-Krankenhauses durch die Fachgesellschaft DIOcert zur Teilnahme am „Traumanetzwerk Ruhrgebiet“ auditiert.

Das bedeutet, dass die strukturellen Gegebenheiten zur Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten vor Ort, wie Schockraumregelung, Hubschrauberlandeplatz, OP-Kapazitäten, Computertomographie und vieles mehr, besichtigt wurden. Das besondere Augenmerk lag dabei aber nicht nur auf den Strukturen, sondern vielmehr auf der Prozesssteuerung. Die Regelungen im Umgang mit Schwerverletzten wurden genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden wichtige Punkte innerhalb der Akutversorgung in der Klinik angesprochen:

  • Meldung des Schwerverletzten in der Klinik durch den Rettungsdienst
  • Vorbereitung des Schockraumes durch das Pflegepersonal
  • Ablauf- und Behandlungsmuster verschiedener medizinischer Ereignisse, wie Verbrennungen, Stromunfälle, Polytrauma nach Verkehrsunfällen u.v.m
  • Dokumentation medizinisch pflegersicher Leistungen im Traumafall
  • Organisation des Transportes mit Rettungswagen oder Rettungshubschrauber
  • Diagnostik mittels Computertomographie
  • Organisation einer Notoperation
  • Versorgung auf der Intensivstation
  • etc.

Das bei diesem durchgeführten Audit festgestellte Ergebnis entspricht den Anforderungen der „Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie“ und berechtigt nun zur Teilnahme an einem Traumanetzwerk. Das bedeutet, dass das St. Walburga-Krankenhaus Meschede in der Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten zuverlässige Partner im nahe gelegenen Ruhrgebiet hat.

Je nach Schweregrad der vorliegenden Verletzungen erfolgt die Akutversorgung im St. Walburga-Krankenhaus Meschede (Kreislaufstabilisierung, Beatmung, operative Eröffnung des Bauchraumes oder des Schädels bei Blutungen, etc.). Aber im Falle der Notwendigkeit stehen weitere Spezialkliniken im Traumanetzwerk Ruhrgebiet als Partner zur Verfügung, so wie z. B. das Klinikum Bergmannsheil in Bochum, eine der renommiertesten Unfallkliniken Deutschlands. 

Somit ist die Abteilung der Unfallchirurgie nicht nur wie schon seit Jahren im „Schwerverletztenverfahren der Berufgenossenschaften (gem. § 6 für die Behandlung von Arbeitsunfällen“ zugelassen, sondern nun auch als „zuverlässiges Mitglied im Traumanetzwerk Ruhrgebiet“ bestätigt.