Kompetente Gesprächspartner, die an der Hotline gern Auskunft geben - etwa darüber, dass bei erfolgreicher Früherkennung der Darmkrebs gute Heilungschancen aufweist: Die Chefärzte Dr. Georg Köhne (v.l.), Dr. Martin Schwonzen sowie Uwe Zorn aus dem St. Walburga-Krankenhaus beantworten bei der Telefonaktion am 13. März alle Fragen rund um das Thema "Vorsorge" und "Behandlung". Vierter Teilnehmer in der Experten-Runde ist Alfons Wigard (nicht im Bild), Regionalleiter der Deutschen ILCO e.V..

Telefonaktion des Darmzentrums Hochsauerland: Experten stehen Anrufern Rede und Antwort

[01.03.2013]

Die Zahlen, sie machen zunächst betroffen: Bei über 70000 Personen wird Jahr für Jahr ein bösartiger Darmtumor festgestellt, bei etwa 26000 Menschen führt er zum Tod. Doch Medizin und Forschung sind bei der Bekämpfung dieser Krebsart inzwischen solch große Erfolge gelungen, dass bei rechtzeitiger Früherkennung gute Heilungschancen bestehen - Heilungschancen, die im Vergleich zu früheren Perspektiven weitaus optimistischere Prognosen eröffnen. Umso wichtiger deshalb: kompetente Information und Aufklärung. Eine Aufgabe, um die sich vornehmlich niedergelassene Fachpraxen kümmern. In bewährter Zusammenarbeit mit den im Darmzentrum Hochsauerland des St. Walburga-Krankenhauses Meschede zusammengeschlossenen Fakultäten findet nun am Mittwoch, 13. März, eine Telefonaktion statt, bei der Interessierte alles Wissenswerte über Kolonkarzinome erfahren.

Organisiert wird das Patientenforum parallel zu dem von der Felix-Burda-Stiftung und der Stiftung LebensBlicke bundesweit schon zum 12. Mal in Folge organisierten Themen-Monat. Als Schirmherr der Kampagne wurde Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr gewonnen. Am Veranstaltungstag stehen die drei Chefärzte Dr. Georg Köhne (Gastroenterologie, Tel. 0291-202-2181), Uwe Zorn (Viszeralchirurgie, Tel. 0291 – 202-2182) und Privatdozent Dr. Martin Schwonzen (Onkologie, Tel. 0291-202-2183) den Bürgern zwischen 16 und 18 Uhr ausführlich Rede und Antwort, sie werden zudem auf jede an sie gerichtete Problematik näher eingehen. Ein weiterer sachkundiger Gesprächsteilnehmer innerhalb dieser Runde ist Alfons Wigard, Regionalleiter der Arbeitsgruppe Arnsberg der Deutschen ILCO e.V (Tel. 0291-202-2184) –  eine Organisation, die sich 1972 als Solidargemeinschaft der Stomaträger gründete. In der Klinik am Schederweg zählt sie zu den engen Kooperationspartnern.

Früherkennung

Während der Fragestunden können die vier Experten detailliert darlegen, dass sich der in Deutschland - bei Männern und Frauen gleichermaßen – zweithäufigsten Krebserkrankung dann wirkungsvoll begegnen lässt, wenn früh genug Anzeichen für ein drohendes malignes Stadium entdeckt worden sind. Gerade wegen der sich anfangs eher langsam ausprägenden Phasen kommt der Vorsorge eine wesentliche Bedeutung zu. Darüber hinaus erstatten die gesetzlichen Krankenkassen Versicherten ab dem 50. bzw. 56. Lebensjahr erforderliche Untersuchungsmethoden - vom Stuhl-Bluttest bis zur Darmspiegelung. 

Ein anderer Komplex der Hotline-Auskünfte umfasst die Behandlung von Tumoren. So sind kleinere Geschwülste bereits endoskopisch entfernbar, in anderen Fällen wird vielleicht eine Kombination von Chemo-  bzw. Strahlentherapie sowie anschließender Operation sinnvoll sein. Und dass ein künstlicher Ausgang im Alltag keineswegs Einschränkungen in der Lebensqualität nach sich ziehen muss, wird ebenfalls erörtert. Auch wie sich einem Darmkrebsrisiko generell vorbeugen lässt, etwa durch einen gesunden Lebensstil, können die Anrufer von den Fachleuten hören.

Ab 18.30 Uhr sind die Leitungen nicht mehr geschaltet.