Seltenes Angebot: Pflege-Ausbildung in Teilzeit

[16.11.2011]

Der Pflegenotstand ist in Deutschland ein immer größer werdendes Problem. Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung steigt auch die Pflegebedürftigkeit, nur mangelt es an qualifizierten Pflegekräften, die diesen Bedarf auch decken können. Neue Wege müssen daher begangen werden, und die Krankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus Meschede macht es vor:
Als eine von nur drei Schulen in ganz Deutschland bietet die Einrichtung ab dem 01.04.2012 die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege in Teilzeit an. Damit bekommen auch z. B. Alleinerziehende die Möglichkeit, eine (zusätzliche) Ausbildung zu absolvieren.

Die Teilzeitausbildung wird vier statt in Vollzeit drei Jahre dauern und ist hinsichtlich der Dienst- und Urlaubszeiten familienfreundlich konzipiert. Voraussetzungen sind eine mindestens zehnjährige abgeschlossene Schulausbildung, das Interesse am Pflegeberuf und die gesundheitliche Eignung. Schulleiter Hans-Dieter Kiesling sieht nur Vorteile in dem neuen Konzept: „Es gibt in Deutschland viele Menschen, die bereits Erfahrungen in der Pflege oder ähnlichen Bereichen haben, aber leider auf keine qualifizierte Ausbildung zurückgreifen können. Die Gründe dafür sind oft vielfältig. Diese Menschen haben nun die Möglichkeit, vielleicht neben einer weiteren Teilzeitstelle eine Ausbildung zu absolvieren. Von den Vorteilen für Mütter und Väter, die nur halbtags eine Betreuung für ihr Kind organisiert bekommen, mal ganz abgesehen.“

Die Krankenpflegeschule steht im Verbund der Häuser St. Walburga-Krankenhaus Meschede, Elisabeth Klinik Bigge, St. Franziskus-Hospital Winterberg und dem Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft. Die Bewerbungsunterlagen für die neue Teilzeit-Ausbildung sollen direkt an die Schule in Meschede geschickt werden. Wer sich erst noch einmal vor Ort ausführlich informieren möchte, hat dazu am Dienstag, 22. November, die Gelegenheit. Ab 19 Uhr informiert die Schulleitung dann über inhaltliche und organisatorische Bereiche der Ausbildung, die Schulräume können besichtigt werden und Lehrer sowie Schüler stehen zum Gespräch zur Verfügung. Wer mit seinen Bewerbungsunterlagen noch unsicher ist, kann auch die kostenlose Bewerbungsberatung in Anspruch nehmen.

Die Pflegedirektorin des St. Walburga-Krankenhauses, Petra Niermöller, ist sich sicher, mit dem neuen Ausbildungsgang eine Lücke im System schließen und vielen motivierten Männern und Frauen eine neue Möglichkeit zu einer qualifizierten Ausbildung bieten zu können.

 

v. l. hinten: Pflegedirektorin Petra Niermöller, Dozentin Heidelore Lessig
v. l. vorne: Geschäftsführerin Anja Rapos, Schulleiter Hans-Dieter Kisling