Die Nervosität der vergangenen Tage war schlagartig verflogen: Voller Freude präsentierten die Prüflinge ihre Abschlusszeugnisse. In der Verbund-Krankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus Meschede hatten sie soeben erfolgreich das Examen bestanden.

Rote Rosen für den Examenskurs: Krankenpflegeschule verabschiedete Prüflinge

[23.09.2013]

Monatelang hatten sie dem Termin entgegengefiebert, hatten immer und immer wieder eifrig den Wissensstoff gepaukt. Als schließlich der Examenstag bevorstand, war die Nervosität kaum noch zu verbergen. Mit blassen Gesichtern, manchmal sogar ziemlich aufgeregt, eilte die Abschlussklasse durch das Gebäude der Verbund-Krankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus Meschede - bis Prüfungsvorsitzender Markus Piatzer, Arzt im amtsärztlichen Dienst, die Absolventen einzeln zu sich bat und ihnen die jeweiligen Ergebnisse mitteilte.

Bei jenen sechzehn Glücklichen, denen er das Zeugnis mit dem „Bestanden“-Vermerk aushändigte, fiel prompt jegliche Anspannung ab. Gegenseitig beklatschten sie ihren Erfolg, umarmten einander voller Freude. Stress und Hektik schienen plötzlich vergessen zu sein. Mit einer besonderen Geste wartete überdies das Lehrerkollegium auf – und schenkte jedem Kurs-Mitglied eine langstielige, tiefrote Rose. Richtig feierlich geriet die Stimmung am darauffolgenden Abend, als offiziell die Diplome als Gesundheits- und Krankenpfleger(in) überreicht wurden. 

Detailliertes Lehrprogramm

Drei Jahre lang war die Gruppe von dem Dozenten-Team auf das zukünftige Aufgabengebiet vorbereitet worden – ein detailliertes Lehrprogramm, das innerhalb des theoretischen Blocks allein über 2300 Unterrichtsstunden zur Vermittlung medizinischer Kenntnisse sowie moderner Pflegetechniken umfasste. Für eigene, spätere Berufstätigkeiten erhielten die Schülerinnen und Schüler zudem gezielte Anleitungen – initiiert von sämtlichen Partnereinrichtungen: So hatten neben dem St. Walburga-Krankenhaus auch das St. Franziskus-Hospital Winterberg, das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft sowie die Elisabeth-Klinik in Bigge derlei Praxis-Wochen organisiert. In Anbetracht der verschiedenen, qualifizierten Angebote – das inhaltliche Spektrum dieses Träger-Zusammenschlusses reicht von der Kardiologie bis zur Geburtshilfe, von der Lungenheilkunde bis zur Geriatrie - konnten vielseitige Erfahrungen gesammelt werden.

Hierzu trugen – nicht zuletzt - etliche Exkursionen bei: Da besuchten die Teilnehmer u.a. die Kinderintensiv-Abteilung im münsterschen Uniklinikum, obendrein befassten sie sich während einer externen Seminarveranstaltung ausführlich mit Fragestellungen zum Themenkomplex „Sterben und Tod". Selbst Verantwortung zu übernehmen galt es ebenfalls: Auf der „Schulstation“ mussten die Auszubildenden beweisen, dass sie sehr wohl in der Lage sind, für einen zuvor festgelegten Zeitraum Regie zu führen.

„Hat Spaß gemacht, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, zog Dieter Glaremin, der stellvertretende Schulleiter, am Ende eine positive Bilanz.

Die Namen der Prüflinge:

Melissa Bacyzk (Meschede), Sabine Biskoping (Schmallenberg), Nina Diel (Meschede), Katharina Domurath (Warstein), Denny dos Santos (Meschede), Christin Firlus (Bestwig), Franziska Illner (Bad Berleburg), Tina Jasarovic (Lennestadt), Anna-Lena Maiworm (Olsberg), Denise Röttger (Olsberg), Milton Santos (Meschede), Scarlett Schäfer (Meschede), Jan Schmidt (Olsberg), Petra Sommer (Schmallenberg), Matthäus Wesoly (Meschede), Marina Wilmers (Meschede).