Die Besucher des Patientenforums machten von den im Klinik-Foyer des St. Walburga-Krankenhauses organisierten Informationsangeboten zu koronaren Herzerkrankungen reichlich Gebrauch. Von Oberarzt Dr. Marco Timmermann ließen sie sich am Bildschirm dreidimensionale Ultraschallbilder erläutern.
Pflegekraft Christiane Bauerdick hatte während des Rahmenprogramms ebenfalls reichlich zu tun: Hinter dem von ihr betreuten Aktionsstand zeigte sie interessierten Besuchern, wie bei etwaigem Herzstillstand Wiederbelebungspraktiken richtig anzuwenden sind.

Reger Andrang beim Patientenforum - Das Publikum fühlte sich gut informiert

[09.11.2012]

Es herrschte reger Andrang – ein stetes Kommen und Gehen. „Wir sind beileibe nicht mehr die Jüngsten“, meinte beim Betreten des Klinik-Foyers das Mittvierziger-Pärchen aus dem Schmallenberger Raum unter augenzwinkerndem Lächeln, „gerade deshalb hat uns das Thema ja angelockt.“ Gemeinsam mit über 100 weiteren Gästen folgten die Zwei jetzt der Einladung des St. Walburga-Krankenhauses Meschede, sich umfassend über die Erkennung und Behandlung koronarer Herzerkrankungen (KHK) aufklären zu lassen. Organisiert worden war die Veranstaltung im Rahmen bundesweiter Kampagne-Wochen in Absprache mit der Deutschen Herzstiftung und der AOK Nord-West.

Aktionsstände

Eigens für das Patientenforum hatte die kardiologische Abteilung unter Leitung von Chefarzt Dr. Daniel Gießmann im Eingangsbereich mehrere Aktionsstände aufgebaut, hinter denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fragen des Publikums beantworteten. Die Besucher wiederum machten von den Angeboten reichlich Gebrauch, nahmen etwa probeweise auf dem Ergometer Platz oder baten um genauere Erläuterung der heute üblichen, dreidimensionalen Ultraschallaufnahmen.

Gleich daneben zeigten ihnen Pflegekräfte an einem Demonstrationsmodell, wie bei etwaigem Herzstillstand Wiederbelebungspraktiken funktionieren. Und auf Wunsch wurden zudem die Werte für Blutdruck  bzw. -zucker ermittelt, auch alltagsnahe Tipps für angemessene, „sanfte“ Bewegungsarten gab’s in Hülle und Fülle. Zu diesem Zweck hatten sich einerseits die hauseigenen Physiotherapeuten, andererseits Mitglieder der örtlichen Herzsportgruppe als Gesprächspartner eingefunden. 

Schaubilder

Im Mittelpunkt des Abends standen dann aber die Ausführungen von Dr. Gießmann. Er ließ in seinem Referat keinen Zweifel daran, dass zumeist ein ungesunder Lebensstil – gekennzeichnet beispielsweise durch falsche Ernährung, mangelnde körperliche Betätigung oder unablässigen Nikotinkonsum - als Hauptursache für die Entstehung der KHK gilt. Wie Risikofaktoren zu minimieren sind, auch darüber gab der Mediziner beredt Auskunft. Darüber hinaus verdeutlichte er anhand einprägsamer Schaubilder, welches Prozedere bei Herzkatheteruntersuchungen oder Stent-Eingriffen angewandt wird..

Am Ende erntete Gießmann für den Beitrag kräftigen Beifall: „Er hat einen sehr interessanten, leicht verständlichen Vortrag gehalten“, lautete zum Schluss auf den Fluren das Urteil vieler älterer Zuhörer, „wir fühlen uns gut informiert.“      

"Koronare Herzerkrankungen": Patientenforum im Klinik-Foyer