"Proktologie als Krebsvorsorge? - Eine Hafenrundfahrt . . . ": So lautet das Thema des nächsten Patientenforums, das von Oberarzt Walter Landgraf, im St. Walburga-Krankenhaus Meschede zugleich Leitender Arzt der Koloproktologie, für interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer ausgerichtet wird. Die Informationsveranstaltung im Konferenzsaal der Kreisstadt-Klinik beginnt am Mittwoch, 24. September, um 19 Uhr.

"Proktologie als Krebsvorsorge"? St. Walburga-Krankenhaus lädt zum nächsten Patienten-Forum

[12.09.2014]

Ein Tabu-Thema? Zumindest keines, über das die Menschen gerne reden. Nein – all das, was an medizinischen Befunden rund um das Gesäß entstehen kann, darüber wird oft selbst im engsten Familienkreis nicht offen geredet. Dabei wäre es durchaus hilfreich, wenn Betroffene ohne falsche Scheu über ihre jeweiligen Beschwerden sprechen würden.

Genau diesen Anspruch soll jetzt die nächste öffentliche Vortragsveranstaltung einlösen, zu der das St. Walburga-Krankenhaus Meschede am Mittwoch, 24. September 2014, interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer einlädt (Beginn: 19 Uhr): Oberarzt Walter Landgraf, zudem Leitender Arzt der Koloproktologie, referiert im Konferenzsaal neben der Caféteria über „Proktologie als Krebsvorsorge? - Eine Hafenrundfahrt . . .“ (Eintritt frei). Die treffliche Gelegenheit für das Publikum, um sich umfangreich zu informieren und obendrein persönliche Fragen direkt an den Experten zu richten – bei Bedarf auch abseits des Plenums.

Breitgefächertes Themen-Spektrum

So bietet der Abend ein breitgefächertes Spektrum an inhaltlichen Facetten. Es reicht von der Notwendigkeit frühzeitiger Prophylaxe über die heute aktuellen Untersuchungsmethoden bis hin zu etwaigen operativen Eingriffen. Zu Beginn seiner Ausführungen will der Fachmann aber zunächst die in diesem Bereich üblicherweise auftretenden Erkrankungen erläutern – und voneinander unterscheidbar abgrenzen. Ob Hämorrhoiden, Fissuren oder Abszesse: Jede der genannten Auffälligkeiten sind in der Regel – für sich genommen – relativ harmlos. Sie vermögen aber rasch ins Gegenteil umzuschlagen, wenn Symptome auf Dauer missachtet oder nicht therapiert  werden. So kann beispielsweise eine Fistel in unbehandelter Form schwerwiegende Folgen am Enddarm sowie in den aufsteigenden Trakten auslösen. Auch das Analkarzinom stellt keine Seltenheit dar, es macht überdies vor keiner Altersgruppe Halt.

Besondere Vorsicht ist immer dann geboten, wenn der Stuhl Blutbeimengungen oder andere Unregelmäßigkeiten, etwa Entleerungsstörungen, aufweist – erste Warn-Zeichen, die tunlichst nicht ignoriert werden sollten. Freilich: Derlei Besonderheiten müssen nicht auf bösartigen Ursachen beruhen, als Begleiterscheinungen für Karzinome bzw. anderweitige gravierende Veränderungen sind sie jedoch keineswegs zu unterschätzen. „Um sich deshalb auf der sicheren Seite zu bewegen“, betont Landgraf, „wäre einmal pro Jahr die erwähnte ,Hafenrundfahrt` anzuraten.“

Darmkrebsvorsorge

In dem Zusammenhang will er es nicht unerwähnt lassen: „Zum Abtasten der entsprechenden Körperregion und zur Spiegelung des Anus gibt es keine verlässlicheren Alternativen.“ Gleichwohl verlangen derartige Untersuchungen den Patienten gewisse Überwindungen ab. „Doch dafür kann man einen Tumor erheblich früher erfassen.“ Die abschließende Grundformel klingt daher so einfach wie einleuchtend: „Proktologie ist ein ganz wesentlicher Baustein zur Darmkrebsvorsorge.“