Zum Praxis-Tag gehörte ein weißer Kittel: Einen ganzen Morgen lang hospitierte jetzt Patrick Sensburg (MdB), Bundestagsabgeordneter aus dem Hochsauerlandkreis, im St. Walburga-Krankenhaus Meschede als direkter Begleiter des Ärztlichen Direktors Dr. Detlef Drüppel (l.). Während des mehrstündigen Aufenthalts erhielt der Gast interessante Einblicke.

Praxis-Tag im Krankenhaus: Patrick Sensburg (MdB) tauschte Plenar- gegen Operationssaal

[02.09.2013]

Er kam im eleganten, dunkelgrauen Einreiher, musste aber schon bald das Jackett gegen den weißen Kittel eintauschen: Einen ganzen Morgen lang hospitierte jetzt Patrick Sensburg (MdB) im St. Walburga-Krankenhaus als direkter Begleiter des Ärztlichen Direktors Dr. Detlef Drüppel. Der 42-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Hochsauerlandkreis hatte die u. a. von landesweiten Fachverbänden vorgeschlagene Idee eines „Praxis-Tages“ seinerseits aufgegriffen, um im Dialog mit Kennern noch fundiertere Hintergründe über einschlägige Strukturen des Gesundheitswesens zu erfahren. Dabei ist ihm die Materie grundsätzlich vertraut: Von 2005 bis 2009 war der Jurist bereits als Aufsichtsratsvorsitzender einer benachbarten Klinik tätig.

Jetzt galt es sich erneut mit aktuellen Rahmenbedingungen des Genres auseinanderzusetzen: „Wir wollten unserem Gast möglichst vielseitige Einblicke ermöglichen“, unterstrich Drüppel, dem zusammen mit dem Kollegium an einer realistischen Momentaufnahme gelegen war, den eigenen Anspruch. Das Programm trug diesem Ansinnen Rechnung: Sofern die Patienten dem Politiker-Besuch vorab zugestimmt hatten, durfte Sensburg zunächst an der Chef-Visite teilnehmen: Gemeinsam mit ihm ging er von Zimmer zu Zimmer, erkundigte sich nach dem jeweiligen Befinden der Betreffenden – und erhielt freundliche, aufschlussreiche Antworten. Der Einstieg für weitere, interessante Unterhaltungen.

Intensiver Gedankenaustausch

Da während des Lokaltermins am Schederweg ohnehin kein Bereich ausgespart blieb, stand auch die Besichtigung des Operationssaals auf der Agenda: Hier wurde der Parlamentarier - analog zur Kleiderordnung im OP nunmehr mit Mundschutz und Röntgenschürze ausgestattet - Zeuge eines minimalinvasiven Eingriffs am Kniegelenk. Zugleich konnte er den Chirurgen zusehen, wie souverän sie mit den High-Tech-Apparaturen hantierten.

Zwischendurch fanden die Gesprächspartner häufiger Gelegenheit, sich mit inhaltlichen Fragen zu beschäftigen – wie überhaupt intensiver Gedankenaustausch das Zusammentreffen bestimmte. Die medizinische Versorgung innerhalb der Region als bedeutsamer Standortfaktor für den hiesigen Wirtschaftsraum gehörte beispielsweise zu den dominierenden Themen.

Erstklassige Krankenhäuser

Nach mehrstündigem Aufenthalt zog Sensburg abschließend ein positives Fazit: „Eben diese medizinische Versorgung im Hochsauerlandkreis sicherzustellen, ist in der Zukunft eine der entscheidenden Herausforderungen. Das St. Walburga-Krankenhaus leistet hier einen enorm wichtigen Beitrag und ich freue mich, dass mir die Verantwortlichen diese interessante Gesamtschau gewährt haben. Auch in den kommenden vier Jahren möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir im HSK unsere erstklassigen Krankenhäuser beibehalten, und dass wir es vor allem schaffen, wieder mehr junge Ärzte in die Region zu holen.“