"Wie lassen sich Tumore heute entfernen" lautet die zentrale Fragestellung beim nächsten Patientenforum des St. Walburga-Krankenhauses. Stattfinden wird es im Rahmen der bundesweit zum Thema Darmkrebs initiierten Aktionswochen, zu der die Felix Burda Stiftung und die Stiftung LebensBlicke aufrufen. Den minimal-invasiven Techniken - Stichwort: "Schlüsselloch-Chirurgie" - gilt an dem Abend (Mittwoch, 25. März 2015, ab 19 Uhr) das besondere Augenmerk. Foto: Shutterstock

Patientenforum zum Thema Darmkrebs: Wie lassen sich Tumore heute entfernen?

[19.03.2015]

Symptome, Risikofaktoren, Kontrollintervalle - bezogen auf das Thema Darmkrebs wurden bei den im St. Walburga-Krankenhaus in jüngster Vergangenheit ausgerichteten Publikumsveranstaltungen bereits zahlreiche Facetten erörtert. Allgemeiner Tenor: Früh genug diagnostiziert, existieren gute Heilungschancen. Nun kommt während des nächsten Patientenforums – anberaumt für Mittwoch, 25. März 2015, ab 19 Uhr  – ein ganz spezieller Aspekt zur Sprache, der aus Zuhörersicht ähnlich großes Interesse finden dürfte: „Wie lassen sich Tumore heute entfernen?“, lautet der Titel. Alle Gäste treffen zu Beginn im Foyer zusammen. Aufgeteilt in Gruppen, werden sie dann später von dort aus zu den verschiedenen Gebäudetrakten weiter geleitet. 

Zum Kreis der Referenten an dem Abend gehört auch Uwe Zorn, Chefarzt für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Koloproktologie. Um zu verdeutlichen, wie Mediziner bei bösartigen Geschwülsten verfahren, bittet er in den OP-Saal, will dort exemplarisch demonstrieren, nach welchem Procedere Resektionen geschehen – eine Art Lehr-Vorführung, bei der eigens Video-Bilder parallel per Monitor eingeblendet werden. Den minimal-invasiven Techniken (Stichwort: „Schlüsselloch-Chirurgie“) gilt dabei das besondere Augenmerk. Warum sie für Patienten im Vergleich zu früheren, konventionellen Ansätzen weitaus geringere Belastungen zur Folge haben, den Organismus ohnehin viel stärker schonen - all dies ist Bestandteil der Erläuterungen, in denen Statements zum aktuellen Stand moderner Wissenschaft und Forschung nicht ausgespart bleiben. Zorn wird aber auch ausbreiten, wann und warum sich derlei laparoskopische Methoden in gewissen Fällen als ungeeignet erweisen. Darüber hinaus schildert er gemeinsam mit dem Fachpersonal die Funktionsweise des jeweils eingesetzten Instrumentariums, beantwortet Fragen, sucht das persönliche Gespräch.  

Detaillierte Auskünfte

Chefarzt-Kollege Dr. Georg Köhne – zuständig für die gastroenterologische Abteilung der Klinik – steht zeitgleich als Ansprechpartner zur Verfügung, um detaillierte Auskünfte, etwa zum Ablauf einer Darmspiegelung, weiterzugeben. Zudem legt er dar, weshalb Polypen (die Vorstufen nachfolgender Krebs-Befunde) im Anfangsstadium noch problemlos abzutragen sind - was übrigens für kleinere Wucherungen generell zutrifft. Damit sich etwaige Hemmschwellen oder gar Ängste gegenüber Koloskopien gar nicht erst manifestieren, nutzt Köhne für den informativen Rundgang das Prinzip der „offenen Tür“: Alles wird gezeigt, erklärt, veranschaulicht - angefangen bei den endoskopischen Gerätschaften bis hin zu hier machbaren Eingriffen.       

Dritter im Bunde der Vortragenden ist Diplom-Pädagoge Hans-D. Kisling, er leitet die benachbarte Verbund-Krankenpflegeschule. Damit die Besucher einen besseren Überblick zur Anatomie des Verdauungsapparats erhalten, beleuchtet der Dozent anfangs ausführlich Aufbau und Funktionen - anhand eines Körper- bzw. Organmodells.  

Beachtliches Engagement

Die Einladung zu dem vom Darmzentrum Hochsauerland organisierten Forum erfolgt aus aktuellem Anlass: Ab 2002, Jahr für Jahr aus Neue, rufen die Felix Burda Stiftung und die Stiftung LebensBlicke den Monat März als Aktionszeitraum aus. Mit Hilfe von Themen-Wochen soll die Bevölkerung für jene Fortschritte sensibilisiert werden, die bislang bei der Prävention von Darmkrebs -  nach wie vor zweithäufigste Todesursache durch Krebs in Deutschland - gelangen. Zahlreiche Städte, Unternehmen, Verbände sowie Hospitäler, quer durch die Republik, unterstützen das Anliegen seitdem mit beachtlichem Engagement. Aus gutem Grund: „Da die Erkrankung nur langsam fortschreitet“, betonen Zorn und Köhne abschließend, „kann man ihr höchst wirkungsvoll begegnen“ - das fängt bei der Vorsorge an, hört bei der Therapie auf. Deshalb lassen sie nichts unversucht, um diesen Zusammenhang der Öffentlichkeit immer wieder nachdrücklich zu vermitteln.

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind nicht erforderlich.