Das nächste Patientenforum des St. Walburga-Krankenhauses Meschede am Mittwoch, 22. April 2015, befasst sich mit dem Thema Diabetes. Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung werden zum einen medizinische Diagnose- und Therapieansätze, zum anderen nützliche Ernährungstipps vorgestellt. Einer der Referenten ist Dr. Friedhelm Schmitten (Foto), Facharzt für Innere Medizin und zugleich Diabetologe.
Neben Dr. Friedhelm Schmitten, Facharzt für Innere Medizin, gehören die Diätassistentinnen Marieke Pape (l.) und Sonja Richter beim nächsten Patientenforum des St. Walburga-Krankenhauses zum Referenten-Team. Sie geben den Besuchern der Informationsveranstaltung sowohl theoretische als auch praktische Anregungen, was für das "Essen und Trinken bei Diabetes Typ 2" zu berücksichtigen ist.

Patientenforum greift aktuelles Thema auf: "Warum mit Diabetes nicht zu spaßen ist!"

[17.04.2015]

Die sogenannten „Volkskrankheiten“:  Sie zählen 2015 zum Themenkatalog der vom St. Walburga-Krankenhaus ausgerichteten Patientenforen. Vor Jahren bewusst initiiert, will die Vortragsreihe einerseits zielgerichtet informieren, andererseits Besuchern Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Referenten bieten. „Zuckerkrank? Warum mit Diabetes nicht zu spaßen ist!“ lautet jetzt am Mittwoch, 22. April 2015 (Beginn: 19 Uhr), die Überschrift. Ein Abend für all jene, die zu der Problematik gern Näheres erfahren möchten. Im großen Konferenzsaal der Klinik stehen dann den Gästen Dr. Friedhelm Schmitten, Facharzt für Innere Medizin, sowie die Diätassistentinnen Marieke Pape und Sonja Richter als Gesprächspartner zur Verfügung.

Diabetes mellitus („honigsüßer Durchfluss“):  Zurückzuführen ist die Erkrankung auf erhöhte Blutzuckerwerte. Dabei werden, abgesehen vom Schwangerschaftsdiabetes oder weiteren, selteneren Ausprägungen,  vor allem zwei Arten voneinander abgegrenzt. Bei Typ 1 – den weisen zumeist Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene auf – sind die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse durch verschiedene Ursachen (beispielsweise Entzündungen) vollständig zerstört. Personen mit dieser Symptomatik können deshalb Insulin, das blutzuckersenkende  Stoffwechsel-Hormon, nicht mehr bilden. Konsequenz: die lebenslange Zufuhr von außen. Bei Typ 2-Einstufung ist zwar zu Beginn ausreichend Insulin vorhanden, doch die Reaktion des Körpers darauf nimmt stetig ab.  Was einst noch als Alterserscheinung galt, tritt inzwischen immer früher auf. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, um zu helfen. Angefangen bei medikamentösen Maßnahmen über Insulingaben bis hin zu Ernährungsratschlägen. 

Übergewicht und Bewegungsarmut

Laut den Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) befinden sich  bundesweit rund 7 Millionen Diabetiker in Behandlung. Ungefähr 90 Prozent von ihnen leiden unter Typ 2. Schätzungen zufolge liegt die Dunkelziffer jedoch beträchtlich höher, sie soll circa 2 Millionen Betroffene zusätzlich umfassen. Denn bisweilen wird die Erkrankung nur im Rahmen eines Zufallsbefundes oder erst aufgrund nachfolgender Beschwerden erkannt.

Schmitten, ein erfahrener, anerkannter Diabetologe, wird in seinem Redebeitrag die Unterschiede zwischen beiden Gruppierungen erläutern, zudem jeweils aktuelle Diagnose- und Therapieansätze vorstellen. Welche Folgeerkrankungen aus einer nicht behandelten Diabetes resultieren, dazu erhalten die Zuhörer von ihm ebenfalls detaillierte Auskünfte. Als Risikofaktoren keineswegs zu unterschätzen: Übergewicht und Bewegungsarmut – zugleich jene Stichworte, die zu Marieke Pape und deren Ausführungen überleiten, was für das „Essen und Trinken bei Diabetes Typ 2“ zu beachten ist.

Die praktischen Anregungen bekommen Interessierte von Papes Kollegin Sonja Richter bereits ab 18.30 Uhr am Aktionsstand in der Eingangshalle serviert. Dort gibt’s zur Einstimmung kleine, gesunde Snacks als Probierhäppchen. 

Der Eintritt ist frei,  vorherige Anmeldungen sind nicht erforderlich.

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