Klinik-Seelsorgerin Theresia Brüggemann (vorne), Geschäftsführerin Anja Rapos (4.v.r.), Chefarzt Dr. Martin Schwonzen (6.v.l.), Oberin Schwester Irmlinde (5.v.r.) sowie Ltd. Stationsschwester Saskia Kiewel (3.v.r.) sagten den Sponsoren "Danke": Das St. Walburga-Krankenhaus erhielt durch großzügige Spenden des Rotary Clubs, der Kreuzbruderschaft, der KFD St. Johannes Eversberg und der fünf Caritas-Konferenzen aus dem früheren Mescheder Pastoralverbund ein für die Onkologie bestimmtes Sport-Rad.

Onkologische Station erhält Trimm-Dich-Fahrrad - Klinik bedankt sich bei großzügigen Spendern

[30.01.2015]

Was lange währt . . . ! Nein, am mangelnden Willen der Verantwortlichen im St. Walburga-Krankenhaus lag es nicht, dass sich die Aufstellung des für die onkologische Abteilung bestimmten Trimm-Dich-Fahrrads bis heute über zwei Jahre hinzog. Denn kaum war intern die Entscheidung gefallen, eines dieser Modelle zu ordern, mussten erst noch gewisse bürokratische Hürden genommen werden – angefangen bei versicherungstechnischen Fragen bis hin zu juristischen Erwägungen. Doch inzwischen gelang es, sämtliche formalen Bedenken rundweg auszuräumen, wie jetzt Geschäftsführerin Anja Rapos zu Beginn der kleinen Übergabe-Feier im Beisein der Sponsoren voller Freude verkündete.

Ihr ausdrücklicher Dank galt all jenen Spendern, die den Kauf finanziell großzügig unterstützt hatten. So waren der hiesige Rotary Club, die örtliche Kreuzbruderschaft, die KFD  St. Johannes Eversberg sowie die Caritas-Konferenzen der katholischen Kirchengemeinden Meschede, Remblinghausen, Wehrstapel/Heinrichsthal und Eversberg von Anbeginn als Förderer beteiligt.

Positive Lebensqualität

Wie wichtig die neue Anschaffung für das Wohlbefinden der Patienten ist, verdeutlichten Chefarzt PD Dr. Martin Schwonzen sowie Klinik-Seelsorgerin Theresia Brüggemann beim anschließenden Gedankenaustausch. Sportliche  Betätigung, betonten beide, mindere nicht nur die Nebenwirkungen einer Krebstherapie, sondern steigere zudem Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein, was wiederum positiv die  Lebensqualität beeinflusse. Daher sei es durchaus ratsam, schon während des Krankenhaus-Aufenthalts entsprechende Bewegungsanreize  zu schaffen – zugleich eine Form der Ermutigung, daheim in ähnlicher Weise aktiv zu bleiben.  

Allerdings: Auf der Station geschieht die Inanspruchnahme des Trainingsgeräts nur nach Zustimmung der behandelnden Mediziner und Medizinerinnen. Äußern sie keine Einwände, steht einem Gebrauch nichts im Wege. Damit sich aber niemand überanstrengt, wird zuvor jedem einzelnen Nutzer ausführlich erläutert, welche Übungen sinnvoll sind. Außerdem sind stets Pflegekräfte in Reichweite, sie werfen regelmäßig einen Blick auf  das Geschehen rund um den Fitness-Trimmer.  

Die Idee für das Projekt stammt von Prof. Dr. Elke Jäger, Direktorin des Frankfurter Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT).  Sie hatte während der psychoonkologischen Fort- und Weiterbildung Kursteilnehmerin Brüggemann aus den oben genannten Gründen ermuntert, sich in der eigenen Arbeitsstätte für ein solches zusätzliches Angebot stark zu machen. Was dann in Abstimmung mit Chefarzt Dr. Schwonzen auch prompt geschah.