An der Verbundkrankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus Meschede begann in diesen Tagen ein neuer Teilzeitkurs mit der Ausbildung: Sowohl Geschäftsführungen und Pflegedienstleitungen der auf Trägerebene angegliederten vier Kliniken als auch die Mitglieder des Lehrerkollegiums wünschten den Lernenden einen erfolgreichen Start. Foto: Privat

Neuer Teilzeitkurs begann mit der Ausbildung: Gute Wünsche für einen erfolgreichen Start

[23.10.2015]

Unterricht, Kindererziehung, Partnerschaft, dazu der ganz normale Alltag mitsamt seinen vielfältigen Zwängen: Ein umfangreiches Programm, das da bis 2019 gemeistert werden will. Aber die 25 Teilnehmer des jüngst in der Verbundkrankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus begonnenen Teilzeitkurses – im gesamten Hochsauerland einzigartig - ließen sich ob der voraussichtlichen Mehrfachbelastungen nicht entmutigen. Nein: Den künftigen Aufgaben schauten die Lernenden optimistisch entgegen, wussten sie doch aus zahlreichen Gesprächen mit den Dozenten, dass dieses Lehr-Modell vor Jahren bewusst entwickelt worden war, um eine bessere Vereinbarkeit von beruflichen Ambitionen und familiären Verpflichtungen zu ermöglichen.

So finden die Theorie-Blöcke nur am Vormittag statt, sie enden bereits gegen 13 Uhr. Und bei den Praxis-Einheiten wurden die Arbeitszeitmodelle noch flexibler angepasst - aus der Überlegung heraus, somit auf individuelle Bedürfnisse stärker Rücksicht nehmen zu können. Rahmenbedingungen, welche einst die Interessenten bewogen hatten, ihre  Bewerbungsunterlagen einzureichen.    

Nun trägt das Konzept dazu bei, die für spätere Beschäftigungen im Gesundheitswesen notwendigen Qualifikationen zu vermitteln: „Dort warten anspruchsvolle Tätigkeiten auf sie“, unterstrichen während der Begrüßungsansprachen Anja Rapos, Stefan Schumann, Frank Leber (Geschäftsführungen) sowie Ulrike Berkenkopf (Pflegedienstleitung) als offizielle Vertreter der auf Trägerebene angegliederten Hospitäler aus Meschede, Grafschaft, Bigge und Winterberg. Im Hinblick auf das von den Auszubildenden fortan zu bewältigende Pensum mangelte es nicht an guten Wünschen für einen erfolgreichen Start – verknüpft mit herzlichen Willkommensworten.  

Fürsorgliche Botschaft

Dass trotz großen Engagements und hoher Motivation auf dem Weg zum Examen einige Hürden zu überwinden seien, darauf wies Gastgeberin Rapos in ihrer Rede vorbeugend hin. Deshalb, so lautete die fürsorgliche Botschaft, bedürfe es gezielter Unterstützung, beispielsweise durch das soziale Umfeld, um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus stünde jede der vier Kliniken den Betroffenen bei etwaigen Problemen mit Rat und Tat zur Seite, betonten die Verantwortlichen ausdrücklich.

Dem Empfang vorausgegangen war der von Pastor Reinhold Schlappa gestaltete Eröffnungsgottesdienst. Das zentrale Thema: der Dienst am Nächsten. Die Vorstellungsrunde im Klassenzimmer bescherte den "Neulingen" dann ein erstes, gegenseitiges Kennenlernen: Auf Vorschlag der Kursleiterin Heidelore Lessig galt es zum einen sich selbst zu charakterisieren, zum anderen Anekdoten aus dem privaten Kontext zu erzählen – etwa darüber Auskunft zu geben, mit welchen Worten der Nachwuchs daheim den morgendlichen Abschied kommentierte.

Intaktes Gemeinschaftsgefühl

„Egal, ob die Antworten ernsthaft oder witzig ausfielen“, berichtete Lessig anschließend, „sie bewirkten letztlich, dass alle mehr übereinander erfuhren.“ Der Grundstock für ein intaktes Gemeinschaftsgefühl.