Bis zum 9. März ist im Foyer des St. Walburga-Krankenhauses die neue Wanderausstellung zu sehen - eine Leihgabe des in Köln ansässigen, gemeinnützigen Vereins "Forum für Trennungskinder e.V.". In 29 Bildern zeigen Jungen und Mädchen aus der gesamten Bundesrepublik, welche Assoziationen sie mit dem Stichwort "Familie" verbinden.

Neue Foyer-Ausstellung zeigt "Familienwelten": Kinder malen ihre Wünsche

[05.02.2014]

Spannende Kletterpartien im Gebirge, behagliches Faulenzen am Meeresstrand oder die gemütliche Frühstücksidylle rund um den Küchentisch - kurzum: Was sich da unter 29 Bildern an gemeinschaftsstiftenden Aktivitäten entdecken lässt, spiegelt vielfach Wünsche der Zeichnerinnen und Zeichner wider: Seite an Seite mit den Eltern vereint, ist ihnen - Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland - an vertrautem Zusammenhalt gelegen. Alles Motive, die gegenwärtig im Foyer des St. Walburga-Krankenhauses zu sehen sind. Dort wird die neue Wanderausstellung bis zum 9. März gezeigt – eine Leihgabe des in Köln ansässigen, gemeinnützigen Vereins „Forum für Trennungskinder e.V.“. 

Die Mitglieder hatten Mitte 2009  bundesweit einen Malwettbewerb ausgeschrieben, der seinerzeit, quer durch die Republik, bei zahlreichen Schulen sowie Kitas schnell Anklang fand. Unterstützt wurde der unter dem Motto „Mal mal Familie“ organisierte Aufruf u.a. von der Aktion Mensch sowie dem Landschaftsverband Rheinland, mehrere Politiker aus verschiedenen Parteien betätigten sich als Juroren. Rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen vier und vierzehn Jahren brachten die eigenen Assoziationen zu dem vorgegebenen Thema aufs Papier, fügten bisweilen auch persönliche Statements hinzu. Dass sich die Akteure daheim nach einem harmonischen, von Konflikten unbelasteten Alltag sehnen, dokumentieren etliche der unter den Werken aufgeführten Kommentare. Eine Auswahl der originellsten, aussagekräftigsten Exemplare hängt nun in der Eingangshalle am Schederweg.  

Eine sensible Problematik

„Mit diesem Projekt“, berichtet Reinhard Schwope, erster Vorsitzender der Initiative, „wollten wir bewusst Sprachrohr sein - Sprachrohr für die Belange Heranwachsender.“ Aus gutem Grund:  Wenn Mütter und Väter fortan unterschiedliche Wege einschlagen, die Beziehungen zuhause auseinanderzubrechen drohen – wer vertritt dann die Interessen des Nachwuchses, bezieht Position für dessen Gefühlslagen? „Deshalb“, betont Schwope, „ist eine unserer wichtigsten Aufgaben die Verbesserung der Lebenssituation jener, die bei Trennungsprozessen besonders gefährdet sind, auf der Strecke zu bleiben.“

Mit anderen Worten: Die konsequente Fokussierung auf das Kinder-Wohl, einhergehend mit starkem Engagement, steht auf der Agenda obenan. Darüber hinaus möchte der Verein seine Anliegen gezielt in die Öffentlichkeit tragen, die Bevölkerung hiermit zugleich für eine gesamtgesellschaftlich sensible Problematik sensibilisieren.

Seinen Dank richtet der Vorstand in dem Zusammenhang an Klinik-Geschäftsführerin Anja Rapos. „Schön, dass wir die Möglichkeit erhalten haben, unsere Angebote bekannter machen zu dürfen.“

Ausführlichere Informationen sind unter www.fftk.de. nachlesbar.