Die Werke von August Macke und anderen bedeutsamen Malern wie van Gogh oder Picasso sind Thema der neuen Kunst-Schau: Bis Ende Dezember 2014 stellt der Eversberger Kürschnermeister Ferdinand Schulz seine Gemäldekopien im Klinik-Foyer des St. Walburga-Krankenhauses aus. Unser Bild zeigt die Bearbeitung des Macke-Exponates “Unser Gärtchen und Krankenhaus in Tegernsee”.

Neue Ausstellung im Klinik-Foyer: Ferdinand Schulz zeigt Gemäldekopien von August Macke und anderen Expressionisten

[31.10.2014]

Ein Sohn der Stadt? Durchaus, dazu noch ein recht bekannter – wenngleich die Eltern schon bald nach der Geburt des Filius‘ ins Rheinland wechselten. Trotzdem: August Macke, einer der wichtigsten deutschen Expressionisten, wurde am 3. Januar 1887 in Meschede geboren. Hundert Jahre nach dessen Todestag – er starb Ende September 1914 als Soldat bei Perthes-lès-Hurlus (Champagne) – erinnert das St. Walburga-Krankenhaus an Kreativität und Schaffensreichtum des berühmten Malers. Bis Ende Dezember nun sind im Foyer am Schederweg zahlreiche Gemälde-Kopien zu sehen - angefertigt von dem Eversberger Ferdinand Schulz, selbst begeisterter Macke-Fan. Während dieser beiden Monate zeigt der Autodidakt entlang der Eingangshalle auch Arbeiten, die er im Stil von van Gogh, Edward Munch oder Pablo Picasso nachempfand.

Obwohl  Schulz‘ Bilder den Urfassungen recht nahe kommen, zudem die professionelle Handschrift verraten, möchte der gelernte Kürschnermeister lieber im Hintergrund bleiben. „Nein“, sagt er bescheiden, „ich bin kein Künstler. Sondern sehe mich eher als jemanden, der durch Reproduktion, durch Lektüre und Ausstellungsbesichtigungen versucht, den Sinn der Originale zu ergründen.“ Als Vorlagen dienen ihm hochwertige Motive aus Sachbüchern. So überträgt er zunächst akribisch sämtliche Linien auf die Leinwand, um anschließend die passenden Ölfarben aufzubringen. Eine Mixtur aus hellen, kräftigen Tönen.

Heitere Impressionen

Auf diese Weise entstehen sie – jene gelösten, heiteren Impressionen, die Mackes Werke gemeinhin nachgesagt werden.  „Der Versuch, die Welt als irdisches Paradies zu betrachten“, interpretiert Schulz das gesamte Oeuvre. Zum besseren Verständnis der ausgesuchten Exemplare hat er flankierende Begleitartikel verfasst, in denen dem Betrachter parallel interessante Hintergrundinformationen angeboten werden. Das Gros der beigefügten Erklärungen beschäftigt sich besonders mit Mackes Bedeutung für die expressionistische Bewegung – angelegt als leicht verständlicher, fachhistorischer Exkurs durch die damalige Kunstepoche.
 
Anfang 2014 war Schulz mit seiner Reihe bereits in den Räumlichkeiten der örtlichen Sparkasse zu Gast. Jetzt gebührt der persönliche Dank Klinik-Geschäftsführerin Anja Rapos: „Schön, dass mir die Gelegenheit gegeben wird, meine Schau zum Abschluss des Macke-Jahres ein weiteres Mal öffentlich präsentieren zu dürfen.“