Der Oberkurs der Verbund-Krankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus hatte allen Grund zur Freude: Die vor drei Jahren begonnene Ausbildung konnten 19 Absolventinnen jetzt erfolgreich abschließen. Sie bekamen vom Lehrerkollegium zum bestandenen Examen als besondere Geste rote, langstielige Rosen überreicht.

Momente voller Freude: Schülerinnen feierten überglücklich den Examensabschluss

[21.09.2014]

Nervosität und Aufregung der vergangenen Monate waren von Stund an vergessen: Froh gelaunt nahmen die 19 Absolventinnen in Gegenwart der Familienangehörigen von Hans-Dieter Kisling, dem Leiter der Verbund-Krankenpflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus, ihre Examensurkunden entgegen. Die von der Kreisstadt-Klinik Meschede organisierte Abschlussveranstaltung hatte zunächst mit einem Gottesdienst in der Kapelle begonnen, ein offizieller Sektempfang sowie das gemeinsame festliche Menü bildeten sodann den stimmungsvollen Rahmen. Bereits am Vortag, als Prüfungsvorsitzender Markus Piatzer vom Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises die Zeugnisse aushändigte, kannte der Jubel keine Grenzen. Freudestrahlend gratulierten die Überglücklichen einander zu dem „Bestanden“-Vermerk, fielen sich euphorisch um den Hals. Auch die langstielige Rose durfte nicht fehlen: Jeder einzelnen Kandidatin wurde sie parallel zum Zertifikat überreicht. Ein Zeichen der Anerkennung – die besondere Geste des Kollegiums.

Jetzt, mit dem frisch erworbenen Diplom als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Tasche, richteten die Berufsanfängerinnen zielstrebig den Blick nach vorn: „Gehen sie mit Selbstbewusstsein ans Werk“, betonte Pflegedirektorin Petra Niermöller vor den Zuhörerinnen und Zuhörern zum Auftakt der Feier in ihrem Grußwort, „beweisen sie Wissen und Können, zeigen sie Herz und Charakter“ – Eigenschaften, mit denen es rasch gelingen werde, neue Arbeitgeber vom eigenen Leistungsprofil zu überzeugen. Dass der Kurs den kommenden Anforderungen gewachsen sei, daran ließ die Sprecherin keinen Zweifel. So habe er innerhalb der dreijährigen Ausbildungsphase neben wichtigen Schlüssel-Kompetenzen die Fähigkeit vermittelt bekommen, „lebenslang selbstständig hinzu zu lernen“.

Qualifizierte Anleitung

Ein Verdienst der vier Partnereinrichtungen – außer dem St. Walburga-Krankenhaus sind an dem Träger-Konstrukt das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, die Elisabeth-Klinik in Bigge sowie das St. Franziskus-Hospital Winterberg beteiligt. Allen gemeinsam: Durch gegenseitige Kooperation sorgten sie dafür, dass die Schülerinnen während der zahlreichen Praxis-Einheiten eine passend zu den Lehrinhalten fundierte, qualifizierte Anleitung erhielten. Aufgrund der Vielfalt an medizinischen Fachgebieten in diesem Zusammenschluss – die Bandbreite reicht u.a. von der Geriatrie über die Orthopädie und Viszeralchirurgie bis hin zur Lungenheilkunde – konnte sich die Klasse umfangreiche Sachkenntnisse aneignen. Für den theoretischen Block wiederum waren rund 2300 Unterrichtsstunden angesetzt - hier gebührte der Dank dem Dozenten-Team, das die Teilnehmerinnen stets engagiert mit Rat und Tat begleitete.

Wie professionell die Nachwuchskräfte in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen, demonstrierten sie zwischendurch - unter Aufsicht - auf der sogenannten „Schulstation“: Da galt es zwei Wochen lang sämtliche dort üblicherweise anfallenden Aufgaben allein zu managen. Die Betreuung der Patienten, das Erstellen von Dienstplänen oder Erledigen organisatorischer Angelegenheiten – alles Tätigkeiten, die souverän gemeistert werden mussten.  

Gesellige Runde

Darüber hinaus gehörten mehrere Exkursionen zum Angebot. Sie führten u.a. nach Münster zur Kinderintensiv-Abteilung des Universitätsklinikums, zudem stand in der Westfalen-Metropole ein Besuch im Betriebsgebäude eines Spezial-Labors auf dem Programm. Aspekte zum Themenkomplex „Sterben und Tod“ beschäftigten die Gruppe während einer externen Seminarveranstaltung.

Der Abend klang in geselliger Runde aus – mit unterhaltsamen Gesprächen von Tisch zu Tisch. Am häufigsten dabei beantwortet: die Frage nach den weiteren persönlichen Perspektiven.

Die Namen der Absolventinnen: Alina Anthe (Hallenberg), Katharina Bollermann (Warstein), Anna-Maria Celina (Schmallenberg), Isabell Clute (Sundern), Meltem Demiralp (Bestwig), Melissa Figge (Medebach), Melina Hansmersmann (Winterberg), Sarah Jäger (Willingen), Christine Klassen (Meschede), Juliane Kramer (Finnentrop), Deborah Kühler (Olsberg), Carolin Lingenauber (Olsberg), Vanessa Lipko (Meschede), Suada Malikovska (Meschede), Anita Neufeld (Meschede), Sarah Neumeister (Meschede), Janine Schürmann (Schmallenberg), Helena Teipel (Eslohe) sowie Ina Wiebe (Meschede).