Marina Kirner (l.) ist voll des Lobes: Das von der onkologischen Abteilung des St. Walburga-Krankenhauses zusammen mit der gemeinnützigen Organisation DKMS LIFE ausgerichtete „look good feel better“-Kosmetik- und Schminkseminar hat ihr seinerzeit bestens gefallen. Saskia Kiewel - sie leitet die Station - konnte jetzt innerhalb dieser Veranstaltungsreihe drei weitere Termine für 2015 anberaumen.

Kosmetikseminar: Zwei kurzweilige Stunden lassen die Erkrankung schnell vergessen

[20.02.2015]

Die Erinnerungen zaubern Marina Kirner ein feines, hintergründiges  Lächeln auf die Lippen.  „Ich weiß gar nicht, wie viele Komplimente mir an jenem Abend gemacht worden sind – unglaublich.“  Das zweifellos schönste Lob aber bescherte ihr damals Tochter Franziska: „Mami, was siehst du toll aus. Mindestens zehn Jahre jünger! Fantastisch – komm', ich lade Dich zum Essen ein!“,  lautete der spontane Kommentar, als sich ihre Mutter an der Eingangshalle des St. Walburga-Krankenhauses  mit dem Auto abholen ließ. So fand das von der onkologischen Abteilung zusammen mit der gemeinnützigen Organisation DKMS LIFE ausgerichtete „look good feel better“-Kosmetik- und Schminkseminar bei einem gemütlichen Restaurant-Besuch den angemessenen Ausklang.

Jetzt wurde innerhalb dieser Reihe (Eintritt frei) die nächste Veranstaltung terminiert – angesetzt für Freitag, 6. März 2015. Treffpunkt: 15 Uhr – abermals im Versammlungsraum neben der Caféteria. Maximal ist die Kapazität auf zehn Plätze beschränkt. Anmeldungen nimmt Saskia Kiewel, die leitende Stationsschwester und verantwortliche Mitorganisatorin, bis zum 2. März unter der Rufnummer 0291. 202 1040 entgegen.  

Unbeschwerte Aspekte

Rückblende. Patientin Kirner hat seinerzeit bereits Wochen vorher die ersten Ankündigungen für den Workshop gelesen, mit Freundinnen und Bekannten mehrfach darüber gesprochen. Insgeheim aber fühlt sie sich unsicher, „ob mir ein solches Angebot überhaupt gefällt. Denn mich großartig aufzubrezeln, war bislang nie mein Ding. Mir fehlte einfach der Mut.“ Doch dann greift sie zum Telefon – und bekundet Interesse. Das Motto „Freude am Leben“, der Untertitel für die Ausschreibung, gibt am Ende den Ausschlag.  Ja – nachdem der Kampf gegen den Tumor zwischenzeitlich reichlich Kraft kostete, möchte Kirner dem Alltag generell wieder unbekümmertere Aspekte abtrotzen.  

Nun sitzt sie inmitten der Runde anderer Betroffener, bekommt von Kosmetik-Expertin Anke Hansen – bei DKMS ehrenamtlich tätig - ausführlich den Umgang mit Gesichtsmilch, Tagescreme, Wimperntusche demonstriert. Wie die Frauen ihrer durch Bestrahlungen oder Chemo-Behandlungen stark beanspruchten Haut Gutes tun können, ist an diesem Nachmittag ebenfalls Thema. An praktischen Hinweisen der Beraterin mangelt’s ohnehin nicht – sie, die Visagistin, kennt sich in ihrem Metier bestens aus, weiß den Zuhörerinnen viel Nützliches zu vermitteln. „Ein prall gefülltes Programm“, erzählt Kirner, „total kurzweilig, zudem sehr unterhaltsam. Meine Krankheit hatte ich sofort vergessen.“  

Positive Erfahrungen

Die zahlreichen Tipps bewirken noch etwas anderes: „Wenn ich heutzutage die Wohnung verlasse“, berichtet die Sechzigjährige, „lege ich gern Rouge auf, verwende wesentlich häufiger als früher Lippenstift.“ Ihr charmantes Schmunzeln sagt alles – Ausdruck eines veränderten, hoffnungsfrohen Grundgefühls. Angesichts der eigenen positiven Erfahrungen will es die Brilonerin nicht verhehlen: „Wer eine ähnliche Situation wie ich meistern muss, der sollte den Kurs rundherum genießen. Die beiden Stunden sorgen für neuen Auftrieb.“  

DKMS LIFE wurde 1995 gegründet, seitdem finanziert die Gesellschaft ihre vielfältigen Aktivitäten ausschließlich über Spenden. Zusätzliche Informationen sind unter www.dkms-life.de abrufbar.