Die Organisatoren und Referenten (v.l.) Dr. Raphael Hoehr, Dr. Nadine Kathagen, Dr. Werner Noeke, Dr. Richard Tigges sowie Sascha Julke hatten allen Grund zur Freude: Das für Kieferorthopäden, Zahnärzte und Physiotherapeuten gleichermaßen ausgeschriebene Fortbildungsseminar fand bei den Teilnehmern hervorragenden Anklang.
Er gehörte zu den Ideengebern dieser interdisziplinären Fortbildungsveranstaltung, war darüber hinaus auch an der Organisation der Tagung maßgeblich beteiligt: Dr. Werner Noeke (Meschede). In seinem Impuls-Referat beschäftigte er sich u.a. mit aktuellen Therapieansätzen für jene Patientinnen und Patienten, die unter craniomandibulärer Dysfunktion leiden.
Den zweiten Teil des spartenübergreifenden Fach-Dialogs bestimmten u.a. die interessanten Ausführungen von Dr. Richard Tigges, Allgemeinmediziner in Meschede und zudem Lehrer für Osteopathie, über Methoden der Manualtherapie. Auch die passenden Grifftechniken bekam das Auditorium von dem erfahrenen Referenten exemplarisch demonstriert.
Dr. Werner Noeke und Sascha Julke, die beiden maßgeblichen Organisatoren des Seminars, durften sich am Ende über eine beachtliche Resonanz freuen: Rund 80 Personen waren auf Anhieb der Einladung zum erstmalig ausgerichteten Symposium gefolgt - veranstaltet wurde es im Versammlungssaal des St. Walburga-Krankenhauses Meschede.

Kieferorthopäden, Zahnärzte und Physiotherapeuten pflegten interdisziplinären Austausch

[12.11.2013]

Sie sind Kenner der Materie, ein jeder auf seinem Gebiet. Kompetent, erfahren, sachkundig. Und für innovative Konzepte schnell zu begeistern. Deshalb ergab ein Wort rasch das andere, als sich der Kieferorthopäde Dr. Werner Noeke  und Physiotherapeut Sascha Julke  vor Monaten begegneten. Es dauerte nicht lange, schon zeichnete sich das Format einer von Protagonisten beider Sparten arrangierten Fortbildung ab. Der Plan: Die Behandlung bei Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD)  - der Sammelbegriff für schmerzhafte, strukturelle Fehlentwicklungen innerhalb des Kausystems – sollte im Rahmen einer Halbtagesveranstaltung genreübergreifend erörtert werden.

„Damals“, erinnert sich Julke, „damals ahnte aber noch keiner, dass wir mit der Zusammenkunft auf Anhieb einen beachtlichen Erfolg landen würden.“ Denn anfangs waren lediglich im Umfeld von 30 Kilometern rund um Meschede die einzelnen Praxen angeschrieben worden. Doch bereits wenige Wochen nach Verschicken der Einladungsflyer übertraf die Resonanz darauf sämtliche Erwartungen der Ausrichter: Rund 80 Personen hatten sich zwischenzeitlich für das im Konferenzsaal des St. Walburga-Krankenhauses stattfindende Symposium angemeldet. Offenbar stieß die Themen-Auswahl auf großes Interesse.

Passende Grifftechniken

Die weithin bekannteste Symptomatik: das häufig durch überbordenden Alltagsstress, zuweilen auch durch individuelle Ängste oder Nöte hervorgerufene Zähneknirschen –  was mittelfristig aufgrund von Druck und Reibung ernsthafte Schädigungen des Gebisses nach sich zieht. Deshalb bekommen betroffene Patienten begleitende, aus Kunststoff angefertigte Schienen verordnet - sie sollen vor einer zu starken Abwetzung bewahren. Verspannungen, die den Aussagen der Fachleute zufolge u.a. "Schmerzen im Gesichts-, Nacken- oder Schulterbereich" verursachen können, gelten ebenfalls als Ursache für CMD. Nicht von ungefähr empfehlen daher Experten wie Dr. Noeke zusätzliche physiotherapeutische Übungen, die mithelfen, eine überbeanspruchte Kiefermuskulatur zu regulieren. Dies setzt jedoch im Sinne eines dauerhaften Behandlungserfolgs interdisziplinäre Kooperation aller beteiligten Berufsgruppen voraus – zweifellos ein Schwerpunkt des Seminars.

Insofern wurde das Programm von dem Anspruch geprägt, unter den Teilnehmern einen umfassenden Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Neben der Vermittlung allgemeinen, theoretischen Wissens - darunter Grundsätzliches zur Befunderhebung und Diagnostik – bestimmte mit Blick auf mögliche praktische Organisationsformen einer effizienten Zusammenarbeit besonders der Teamwork-Aspekt die gegenseitigen Diskussionen. Im zweiten Teil standen dann Ausführungen von Dr. Richard Tigges - Allgemeinmediziner und Lehrer für Osteopathie - über Methoden der Manualtherapie auf der Agenda. Auch die passenden Grifftechniken bekam das Auditorium exemplarisch demonstriert.

Informative Vorträge

Mitinitiator Noeke mochte es in seinem abschließenden Fazit nicht verhehlen: „Unmittelbar nach dem Seminar, direkt am nächsten Morgen, trudelten bei mir die ersten E-Mails ein – durchweg positiv.“ Was die Gäste besonders lobten? „Zum einen die hervorragende Organisation, zum anderen die informativen Vorträge.“

In Anbetracht des erfreulichen Feedbacks wird gegenwärtig über eine Neuauflage nachgedacht. „Ja, es stimmt“, bestätigten die Ideenstifter unisono, „wir haben schon darüber gesprochen.“