War das eine Überraschung: Bevor die buntkostümierten Klapperstörche beim närrischen Streifzug durch die Klinik den glücklichen Eltern gratulieren konnten, hatte sich bereits einer ihrer Artgenossen nützlich gemacht und den Drostes gar süßen Nachwuchs ins Bettchen gelegt.

Karnevals-Fez: Klapperstörche nisteten sich in der Kreisstadt-Klinik ein ...

[03.03.2014]

Hilfe - die Jecken sind los. Jenes neckisch verkleidete Völkchen, das bis Aschermittwoch die Republik regiert. Okay, Meschede gehört sicherlich nicht zur Hochburg der Pappnasen, doch Buntkostümierte gibt’s auch hier. Selbst im St. Walburga-Krankenhaus trieben sie jetzt Scherze. Diesmal besonders originell getarnt - als livehaftige Klapperstörche. In dieser putzigen Montur stolzierten die Spaßvögel durch die Klinik, sollen dann vor dem noch leeren Kreißsaal auffallend lange verweilt haben … Bis sie schließlich im Stationszimmer der Familie Droste eine nette Überraschung entdeckten: Dort hatte sich aus der Sippe der Langschnäbler bereits Stunden vorher einer ihrer Artgenossen überaus nützlich gemacht und den glücklichen Eltern süßen Nachwuchs ins Bettchen gelegt.

Das Wappentier der Geburtshilfe als Maskerade? Kein Wunder - Anführerin der munteren Faschings-Truppe ist Hebamme Ute Schwonzen, eine waschechte Rheinländerin. Vor Jahren schon infizierte sie ihre Arbeitskolleginnen mit dem närrischen Virus, seitdem zieht das Grüppchen zu Karneval regelmäßig durch die Abteilungen, bringt Freude und Frohsinn auf die Flure.

Allerdings nur dort, wo der Fez niemanden stört. Zuweilen statten die Akteure auch Patientinnen und Patienten, die sich wieder fit fühlen und gegen den Jux nichts einzuwenden haben, einen Besuch ab. „Während der tollen Tage bettlägrig zu sein“, sagt Schwonzen, „ist die Höchststrafe. Also müssen wir für Aufheiterung sorgen.“ Fazit: Aktion gelungen – allseits gute Stimmung.