„Keine Chance für multiresistente Erreger“: Seit dem Frühjahr 2015 beteiligt sich das St. Walburga-Krankenhaus Meschede an der landesweiten Informationsoffensive der KGNW. Innerhalb dieser Kampagne ist jetzt ab Donnerstag, 17. September 2015, die zugehörige Wanderausstellung im Eingangsbereich der Klinik zu sehen. Martina Niermann und Guido Austermeier, die beiden Hygienefachkräfte, haben sich um die Organisation gekümmert.

Informationsoffensive "Keine Keime": Wanderausstellung macht im St. Walburga-Krankenhaus Station

[15.09.2015]

Als Thema liefern sie nach wie vor Gesprächsstoff - die sogenannten Krankenhaus-Keime. Umso notwendiger daher: ein objektiver Meinungsaustausch. Noch ratsamer ist es, schon im Vorfeld alles zu tun, damit sich antibiotika-resistente Erreger  wie z.B. MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) gar nicht oder nur schwerlich ausweiten können. Deshalb hat das St. Walburga-Krankenhaus in der Vergangenheit nichts unversucht gelassen, um deren Verbreitung  abzuwenden. Das massive Engagement in puncto Prävention führte jetzt dazu, dass die Kreisstadt-Klinik mit einem Gütesiegel bedacht wurde – der Beleg dafür, dass Patienten dort ein hohes Sicherheitsniveau erwarten dürfen, im Übrigen viel unternommen wird, um sie vor Infektionen zu schützen.

Bei diesem Verfahren bewerten das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises und das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen im Verbund mit dem Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster unabhängig voneinander die Einhaltung vorgegebener Qualitätskriterien. Die jüngst ausgehändigte Urkunde gilt für zwei Jahre. Nach Meinung der beiden Hygienefachkräfte Martina Niermann / Guido Austermeier haben letztlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den einzelnen Abteilungen und auf den Stationen das positive Abschneiden ermöglicht:  „Somit“, unterstreichen die Zwei, „gebührt ihnen ein Sonder-Lob. Jede(r) Einzelne trug mit großem, persönlichem Einsatz dazu bei, dass die entsprechenden Vorschriften bzw. Durchführungsbestimmungen Beachtung fanden.“

Sachgerechte Aufklärung

Ohne Zweifel: Gründliche, gewissenhafte Einhaltung von Hygiene-Regeln ist zentraler Bestandteil der ärztlichen als auch pflegerischen Tätigkeiten. Damit die Patienten nun ihrerseits etwaige  Übertragungswege  multiresistenter Erreger kennen, zudem für grundsätzliche Fragestellungen sensibilisiert sind, beteiligt sich das St. Walburga-Krankenhaus seit dem Frühjahr 2015 an der damals unter Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gestarteten Informationsoffensive. Oberstes Ziel der republikweit bislang beispiellosen Aktion: die sachgerechte Aufklärung der Bevölkerung – demzufolge heißt das Motto „Gemeinsam Gesundheit schützen“. Ein Vorhaben, das einst die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) auf den Weg brachte.

In der Eingangshalle am Schederweg wird nun im Rahmen der von über 340 Hospitälern unterstützten Initiative während der Zeit vom 17. bis 30. September eine Wander-Ausstellung mit den zugehörigen Inhalten zu sehen sein. Die verdeutlichen in leicht verständlicher Form, welche Rolle Bakterien für die Evolution und für das menschliche Immunsystem spielen. Wann sie Krankheiten auslösen oder wie ihnen Wissenschaftler auf die Spur kamen, beschreiben die Plakat-Tafeln ebenfalls. Darüber hinaus betont die Reihe aus Mediziner-Sicht den spezifischen Nutzen der Antibiotika, greift aber zugleich jene Probleme auf, die sich bei der Behandlung ergeben, wenn Krankheitserreger bereits  Abwehrstrategien gebildet haben.

Freiwilliger Selbsttest

Zu dem publikumswirksam gestalteten Angebot gehört überdies ein freiwilliger Selbsttest: An der eigens aufgebauten Infosäule haben Interessierte Gelegenheit, sich mit einer Testflüssigkeit die Hände einzureiben. Danach können sie unter einer UV-Lampe direkt überprüfen, ob das Mittel  sorgfältig,  obendrein flächendeckend aufgetragen wurde.  Wichtig zu wissen: richtiges Desinfizieren zählt beim Kampf gegen Keime zu den wesentlichen Schutzvorkehrungen.

Die Präsentation – Eintritt kostenlos – wurde bei den Planungen dahingehend abgestimmt, dass der Beginn der Schau terminlich ganz bewusst auf den „1. Internationalen Tag der Patientensicherheit“  fällt. Zum Besuch wird herzlich eingeladen, sämtliche  Ausstellungsorte sind auf der Website www.keine-keime.de nachlesbar.