Exponate mit "Hingucker"-Status: Bis Ende Juli 2015 stellt Gerhard Scholz seine Eichenholz-Skulpturen in der Eingangshalle sowie im angrenzenden Parkgelände des St. Walburga-Krankenhauses aus - fünfzehn Unikate, die der Künstler apart mit Mineralien, Keramiken oder Metallen kombiniert.

Holz-Stelen mit markanter Optik: Klinik zeigt Exponate von Gerhard Scholz

[08.06.2015]

Der Gesellenbrief als Kunstschmied war gerade wenige Tage alt, da flatterte der Vorschlag für eine hauptberufliche Position bei den Maltesern auf den Tisch. Die Offerte mochte Gerhard Scholz nicht ablehnen, hatte er doch schon vorher lange nebenamtlich für die Hilfsorganisation gearbeitet. Deshalb nahm die persönliche Vita von Stund an eine ganz andere Richtung. Dass der Rettungsassistent den früheren, ursprünglichen Ausbildungszweig aber nicht verleugnen kann, beweisen jene von ihm geschaffenen Stelen, die das St. Walburga-Krankenhaus bis Ende Juli 2015 zeigt. Zu sehen sind sie im Foyer sowie innerhalb des angrenzenden Parkgeländes. „Die Vorliebe für das Handwerk“, betont der 59-Jährige, „ist nie verloren gegangen. Ich habe daraus vielmehr ein schönes Hobby gemacht“ -  eines, das er professionell beherrscht. Was Patienten, Besucher sowie Beschäftigte übereinstimmend bestätigen.  

Fünfzehn Unikate sind es, die da dekorativ platziert wurden - fünfzehn auffällig gestaltete Eichen-Skulpturen, die der Mendener mit Mineralien, Keramiken oder Metallen apart kombiniert. So bekommen die einzelnen Stücke rasch „Hingucker“-Status, da der Blick des Betrachters an ihnen förmlich haften bleibt. Oft sind es Elemente aus hochwertigem Fusing- oder Tiffany-Glas,  die für zusätzliche Verzierungen sorgen. Sie verleihen den Exponaten eine interessante, markante Optik.

Begeisterter Zuspruch

Wie alles begann? Scholz mag es nicht verschweigen: Anfangs formte er Objekte aus Schrott – durchaus fantasievoll arrangiert, „aber nicht jedermanns Geschmack“, fügt der Heimwerker lächelnd hinzu. Bis ihn schließlich Ehefrau Petra überredete, den Werkstoff zu wechseln. „Sie hatte in einer Garten-Zeitung beiläufig Holz-Säulen entdeckt – und stachelte mit ihrer Schwärmerei meinen Ehrgeiz an, die nun selbst zu bauen.“   

Ein Versuch, der auf Anhieb gelang: Für die anfangs kreierten Prototypen setzte es sogleich begeisterten Zuspruch, außerdem trudelten ständig neue Anfragen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis für diverse Nachbestellungen ein. Auf diese Weise entstanden in jüngster Zeit über 125 Anfertigungen. Zunächst verschenkt, wurden sie dann später auch zum Verkauf angeboten – zu günstigen Konditionen. So richten sich die Preise nach Art der Ausführung sowie Umfang der verwendeten Materialien. „Ich will damit keine Reichtümer erwirtschaften“, sagt der Künstler bescheiden, „lediglich mein eigener, finanzieller Kostenaufwand muss gedeckt sein.“

Notwendiger Ausgleich

Ohnehin standen bei seinem Steckenpferd nie monetäre Belange im Vordergrund: „In erster Linie sollen die Entwürfe Freude bereiten.“ Darüber hinaus sind sie für Scholz, Wachleiter in der Dortmunder Malteser-Zentrale, Mittel zum Zweck –  der notwendige Ausgleich zu bisweilen belastenden Notfall-Einsätzen, die er trotz großer Erfahrung und Routine nicht immer spurlos wegstecken kann. „Deshalb gibt es manchmal nichts Schöneres als mich nach einem anstrengenden Nachtdienst in die Werkstatt zurückzuziehen, um dort in aller Ruhe meine Ideen zu verwirklichen."  

Wer nähere Auskünfte wünscht: Prospekte mit detaillierteren Angaben sind an der Klinik-Pforte hinterlegt.