Dr. Daniel Gießmann, Chefarzt der Kardiologie im St. Walburga-Krankenhaus Meschede, bereitet zum einen mit seiner Abteilung das Patientenforum zum Thema "Koronare Herzerkrankung" vor, zum anderen hält er am 7. November den Fachvortrag - eine Informationsveranstaltung im Rahmen der bundesweit organisierten Herzwochen.

"Herz in Gefahr": Patientenforum will für Information und Aufklärung sorgen

[19.10.2012]

Der Aktionstag ist bei ihnen gut aufgehoben: Die Deutsche Herzstiftung, die AOK Nord-West sowie das St. Walburga-Krankenhaus Meschede laden am Mittwoch, 7. November, gemeinsam ins Foyer am Schederweg ein, um aus Anlass der bundesweit initiierten Herzwochen die Bevölkerung für aktuelle Gesundheitsrisiken zu sensibilisieren. Diesmal heißt das Schwerpunktthema: „koronare Herzerkrankung“ – eine Diagnose, die inzwischen Millionen Menschen rund um den Globus aufweisen.  

Die durch Arteriosklerose verursachte Verengung der Herzkranzgefäße - sie führt häufig zu massiven Beeinträchtigungen der Lebensqualität. Doch Viele ignorieren die akuten Beschwerden, etwa bei der Durchblutung, nehmen erste Anzeichen nicht richtig ernst. Dass ihre Symptome chronischer Natur  sind, wird dann zuweilen noch weniger berücksichtigt. Desto wichtiger daher: Aufklärung und Information. Genau hier setzt jenes Patientenforum an, indem es zum persönlichen Austausch mit Medizinern anstiften will  – Austausch über "Prävention, Diagnostik, Therapie", wie es Prof. Dr. Thomas Meinertz, der Stiftungs-Vorstandsvorsitzende, im Vorwort zur Kampagne 2012 treffend formulierte.

Moderne Untersuchungsstandards

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr – mit dem allgemeinen Rahmenprogramm, das Wissenswertes und Praktisches vereint. Unter Regie von Dr. Daniel Gießmann, dem Chefarzt der Kardiologie, stehen Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Interessierten zunächst zwei Stunden lang Rede und Antwort – hinter den Info-Tischen einerseits, an den Mitmach-Ständen andererseits. Und es gibt Vorführungen, die auf anschauliche Weise heutige  Untersuchungsstandards dokumentieren: Da werden Besucher Augenzeugen moderner Ultraschall-Bilder, die das Herz in dreidimensionalen Ebenen widerspiegeln. Oder Gäste bekommen das Prinzip von Herzschrittmachern erläutert, dürfen ausgelegte Sonden gar selbst abtasten, um dadurch eine etwaige Befangenheit vor derlei Hilfsmitteln zu verlieren. An anderer Stelle des Eingangsbereiches wird die Wiederbelebung bei Herzstillstand gezeigt, anhand eines Demonstrationsmodells lässt sich Reanimation unter kompetenter Anleitung alltagsnah trainieren. Wer den Blutdruck oder -zucker überprüft haben möchte, der erhält dazu ebenfalls Gelegenheit. Kostenlos.

Darüber hinaus sind Mitglieder der Herzsportgruppe Meschede zu Gast, die in Gesprächen mit Betroffenen darlegen wollen, dass sich Herzerkrankungen und körperliche Fitness keineswegs ausschließen. Welche Bewegungsarten förderlich sind, jedoch auch tunlichst vermieden werden sollten, verdeutlichen an dem Abend u.a. die Physiotherapeuten des Walburga-Krankenhauses. Sie haben zudem jede Menge nützlicher Tipps für geeignete Übungen daheim parat.  

Vortrag vom Fachmann

„Herz in Gefahr“ lautet zum Abschluss gegen 19 Uhr die Überschrift für den Vortrag von Dr. Gießmann. In seinem Referat wird er aus Sicht des Fachmanns vor allem beleuchten, wie koronare Herzerkrankungen zu erkennen - und (frühzeitig) zu therapieren sind. Danach haben Zuhörer die Möglichkeit, sich von ihm, dem Experten, Fragen beantworten zu lassen.

Für die gesamte Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben. Weitere Auskünfte sind unter der Rufnummer Tel. (0291) 202 2470 abrufbar. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.