von links: Hebamme Ute Schwonzen, Kieferorthopäde Dr. Werner Noeke, Chefarzt Kurt Müller, Kinderkrankenschwester Martina Harbeke

Gesund beginnt im Mund

[27.04.2011]

Zusammenarbeit zwischen dem  St. Walburga-Krankenhaus und Zahnärzteschaft intensiviert
Das Motto des diesjährigen Tages der Zahngesundheit im September wirft seine Schatten voraus. Es umfasst durchaus alle Bereiche der präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Dennoch stehen die Kinder besonders im Mittelpunkt: Sie erleben oftmals zu spät Ihren ersten Zahnarztbesuch und damit die Kontrolle einer gesunden Mundentwicklung. Häufig ist dann leider schon der erste Besuch in der Zahnarztpraxis mit einer notwendigen Behandlung verbunden - und nicht selten eine belastende Situation, die bereits mit erheblichen Schäden bei der Zahn- und Kieferentwicklung einhergeht.

Durch die Neuentwicklung eines zahnärztlichen Untersuchungspasses für die Altersgruppe von 2-12 Jahren wollen die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, die kassenzahnärztliche Vereinigung und insbesondere die niedergelassenen Zahnärzte der Bezirksstelle Meschede-Brilon einen Beitrag dazu leisten, diese Situation zu ändern und den Wissensstand von Eltern, Erziehern und ärztlichen Kollegen zu verbessern.

Aus diesem Grunde überreichte der Prophylaxebeauftragte der Bezirksstelle, der Kieferorthopäde Dr. Werner Noeke, den neuen Untersuchungspass an den Leiter der geburtshilflichen Abteilung Chefarzt Kurt Müller. Hier soll der neue Pass den jungen Eltern ausgehändigt und ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Voruntersuchungen werden.

Der Pass dient sowohl als Informationsbroschüre über Zahn- und Kieferentwicklung, als Erinnerungshilfe für die tägliche Mundhygiene und gleichzeitig als Zahngesundheitspass für die Altersklasse von 2 (vollständiges Milchgebiss) bis 12 Jahren (vollständiges bleibendes Gebiss).
Chefarzt Müller und sein Team sowie der Kieferorthopäde Dr. Noeke waren sich darüber einig, dass einerseits verhindert werden muss, dass die
Kinder zu spät beim Zahnarzt vorgestellt werden und andererseits, dass ihre ersten Erfahrungen mit dem Besuch beim Zahnarzt nicht von Schmerzen und Ängsten überlagert werden dürfen.

Aus diesem Grunde fordern führende Wissenschaftler in Deutschland, dass man sein Kind ab dem zweiten Lebensjahr regelmäßig beim Zahnarzt und ab dem vierten Lebensjahr mindestens einmal im Jahr beim Kieferorthopäden vorstellen sollte. Der Prophylaxegedanke gewinnt in beiden Bereichen immer mehr an Bedeutung, sodass im Fall der Fälle frühzeitig gegengesteuert werden kann. Kinder und Eltern freuen sich doch nach wie vor über die Feststellung : "Mutti/Papi, er hat überhaupt nicht gebohrt!"

Interessierte Eltern können den zahnärztlichen Untersuchungspass bei Ihrem Hauszahnarzt, Kieferorthopäden oder auch direkt bei dem Prophylaxebeauftragten der Bezirksstelle unter der Nummer 0291 / 7098 bekommen/anfordern.