Helmut und Gisela Krampe im Kreise der Festredner

Geschäftsführer Helmut Krampe in den Ruhestand verabschiedet

[01.07.2010]

Krankenhaus war nicht nur Arbeit, sondern eine Lebensaufgabe

40 Jahre an einem Arbeitsplatz – das ist nicht nur eine lange Zeit, das ist eine Ära! Und diese geht nun im St. Walburga-Krankenhaus Meschede zu Ende: Geschäftsführer Helmut Krampe verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand. Zur offiziellen Feier am 1. Juli  kamen noch einmal Wegbegleiter, Kollegen und die Familie von Helmut Krampe sowie Ordensschwestern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Walburga-Krankenhauses zusammen, um ihm für die vergangene Zeit zu danken und für die kommende Zeit alles Gute zu wünschen. Unter den Festgästen waren auch der Bürgermeister von Meschede, Uli Hess, der Landrat Dr. Karl Schneider, die Generaloberin der Clemensschwestern, Charlotte Schulze-Bertelsbeck, die Geschäftsführung der Krankenhausträgergesellschaft Misericordia GmbH sowie weitere hochrangige Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft und aus dem Gesundheitswesen.

Die Position als Geschäftsführer war für Krampe nie einfach nur eine Arbeit, sie war für ihn eine Lebensaufgabe. Seine Arbeit war auch sein Hobby, er blickte immer nach vorne und setzte sich für das Krankenhaus und die verbundenen Einrichtungen, wie die Zentrale Krankenpflegeschule und das Euthymiahaus-Altenwohnheim der Ordensschwestern, ein. So gelang es ihm, aus dem kleinen St. Walburga-Krankenhaus mit den üblichen Grunddisziplinen durch laufende Strukturveränderungen und Neubesetzungen mit Fachärzten ein leistungsstarkes, modernes Krankenhaus mit spezialisiertem Leistungsangebot zu schaffen, das über die Grenzen der Stadt Meschede etabliert ist und Bestand hat.

Mit den Strukturveränderungen und zur Verbesserung der Betriebsabläufe waren umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich. Ob es die Gründung der Intensivstation oder der Dialyseabteilung war, die Sanierung des OP-Bereiches, der Neubau des Ersatzbettenhauses, der Umbau des Bettenhauses I, die Gestaltung der Außenanlagen oder zuletzt die moderne Zentralküche und die neue Cafeteria mit Wohlfühlcharakter – Krampe war immer an vorderster Stelle dabei, entwickelte teilweise sogar aufgrund seiner krankenhausspezifischen Erfahrungen die Baupläne mit und war maßgeblich an der Erstellung und laufenden Aktualisierung der Bauzielplanung für das St. Walburga-Krankenhaus beteiligt. Zurzeit erfolgt der Umbau im 1. OG des Bettenhauses I zur Aufnahme der neuen Entbindungs- und Behandlungsabteilung der gynäkologisch-/ geburtshilflichen Abteilung.

Doch die Investitionen beschränkten sich nicht nur auf Neu- oder Umbauten, sondern Krampe wusste um die Notwendigkeit, die Medizintechnik immer auf dem neusten Stand zu halten. Ein neues MRT, ein leistungsfähigeres Ultraschallgerät, verbesserte Endoskope – Krampe war stets darum bemüht, mit der Ausstattung des Hauses am Puls der Zeit zu sein, um so den Ärzten zur Versorgung der Patienten die besten Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Besonders am Herzen lag ihm die seit mehr als 50 Jahren am St. Walburga-Krankenhaus angegliederte Krankenpflegeschule. Im Jahr 2004 wurde die Schule im Verbund mit den Krankenhäusern Bigge-Olsberg, Grafschaft-Schmallenberg und Winterberg zu einer Zentralen Krankenpflegeschule mit 125 Plätzen ausgebaut. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über den Pflegenotstand ist die Zentrale Krankenpflegeschule für die beteiligten Krankenhäuser von großem Vorteil.

Krampes bisherige Lebensaufgabe ist nun beendet, doch er wird sicher bald eine neue finden. Sei es beim Wandern und Reisen mit seiner Frau, oder beim Tanzen und Skilaufen. Neben den sportlichen Aktivitäten kann er sich zukünftig auch die aktive Mitgliedschaft als Sänger in bestehenden Chören in Meschede vorstellen.

Die Krankenhausträgergesellschaft Misericordia GmbH, die Betriebsleitung und die Mitarbeitervertretung des St. Walburga-Krankenhauses wünschen ihm bei all seinen Vorhaben viel Spaß und Erfolg und danken ihm für alles, was er für das St. Walburga-Krankenhaus Meschede, für die Ordensschwestern und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getan hat.