Pater Abraham am Gedenklicht

Gedenkstätte "Sternenkinder" vollendet

[01.10.2010]

Auf dem Nordfriedhof in Meschede ist die Gedenkstätte für Kinder die vor, während oder früh nach der Geburt verstorben sind, im Jahr 2009 neu gestaltet worden.

Nach biblischem Verständnis ist der Mensch von Anfang an Ebenbild Gottes, seines Schöpfers. Damit ist ihm eine personale Würde gegeben, die in der Namensgebung  des Menschen ihren Ausdruck findet.

Vor zehn Jahren schon hat die Stadt dem Verein Trauerwelten dieses Gräberfeld zur Nutzung überlassen, um zu früh oder tot geborenen Kindern eine Ruhestätte zu geben und den Eltern einen Ort für ihre Trauer. Im vergangenen Jahr haben sich auf Einladung des St. Walburga-Krankenhauses Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen, der Selbsthilfegruppe trauernder Eltern, des Sozialdienstes Katholischer Frauen, der Hospizinitiative, der ortsansässigen Bestatter, der Stadt, des Gartenbaubetriebes Horst und des Krankenhauses zusammengefunden, um Ort und Ritual gemeinsam weiterzuentwickeln.

Die Firma Horst plante und gestaltete das Gräberfeld unentgeltlich neu, der Kunstschmied der Abtei Königsmünster, Pater Abraham, hat eine Grableuchte gearbeitet. Die Inschrift lautet: „Kleiner Stern, streiftest hell die Erdenbahn, kehr ins Licht zurück! Mach zum Sternenfeld die Welt.“ Das Gedenklicht wurde von der Stiftung DKM Darlehnskasse Münster gespendet. Allen Beteiligten soll hier, stellvertretend für die betroffenen Eltern, herzlich gedankt werden. Am 01.10.2010 wurde das umgestaltete Sternenfeld der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf der Grabstätte können auch verstorbene Kinder, die nicht bestattungspflichtig sind, einzeln und zeitnah beigesetzt werden oder in einer gemeinsamen Bestattung, die vom Krankenhaus organisiert wird und abwechselnd von Vertretern/innen der christlichen Kirchen geleitet wird. An jedem ersten Montag im Quartal wird um 11.00 Uhr in der Kapelle des Nordfriedhofs in einer ökumenischen Gedenkfeier der verstorbenen Kinder gedacht. Im Anschluss daran werden die Kinder bestattet.

Durch das bereitwillige Engagement der Bestatter, der Firma Horst und der Stadt ist die Bestattung für die Eltern kostenfrei.

Diese Grabstätte ist auch ein Ort, an dem Kindern gedacht wird, die nicht beigesetzt werden konnten. Eltern, Familien und alle, die um ein verstorbenes Kind trauern, sollen hier einen Ort für ihre Trauer finden können.

Für Fragen zu den „Sternenkindern“, für Begleitung und Beratung stehen im St. Walburga-Krankenhaus die Hebammen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gynäkologisch/-geburtshilfichen Abteilung und der Seelsorge zur Verfügung. Ebenso können sich die Eltern an den Sozialdienst Katholischer Frauen, die Trauerbegleitung der Caritas, die Selbsthilfegruppe trauernder Eltern und den Verein Trauerwelten wenden.