Sensible Themen werden auf dem 4. Mescheder Hospiz- und Palliativtag erörtert, der am Mittwoch, 13. November, ab 15 Uhr im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung stattfindet. Zu den Organisatoren der Veranstaltungsreihe zählt auch die Pflegedirektion des St. Walburga-Krankenhauses.

Geborgenheit für die letzte Lebensphase schaffen: Sensible Themen bestimmen den 4. Mescheder Hospiz- und Palliativtag

[05.11.2013]

Sie stehen im Fokus des Gedankenaustausches: Menschen, denen die Ärzte kaum noch Hoffnung auf Heilung signalisiert haben. Umso ausgeprägter ist daher das Bedürfnis, die letzten verbleibenden Wochen und Monate, umgeben von vertrauten Personen, in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Doch was gilt es bei der medizinischen Versorgung zu berücksichtigen, welche professionellen Anbieter können darüber hinaus behilflich sein? Alles Aspekte, die beim 4. Mescheder Hospiz- und Palliativtag am Mittwoch, 13. November, ab 15 Uhr im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung (Steinstraße) umfassend erläutert werden.

Initiiert wurde das Forum von einem bereits seit längerem existierenden Träger-Verbund - darunter das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises, der Caritasverband Meschede e.V., das regionale Palliativnetz sowie das St. Walburga-Krankenhaus. So richtet sich die Veranstaltung bewusst an Betroffene sowie deren Familien, zudem sind Fachkräfte und interessierte Gäste eingeladen. Ihnen allen gegenüber möchten die Kooperationspartner im Rahmen des mehrstündigen Informationsprogramms den gemeinsamen Anspruch verdeutlichen, bei den Patienten bis in die Sterbephase hinein für größtmögliche Geborgenheit und Lebensqualität zu sorgen.

Qualifizierte Angebote

Deshalb nehmen die Ausführungen über zeitgemäße Behandlungen bei der Schmerzbekämpfung einen herausgehobenen Platz ein. Von dem angemessenen Einsatz geeigneter Arzneimittel bis hin zum Umgang mit alternativen, nicht-medikamentösen Methoden zeigen erfahrene Referenten die heute üblichen Ansätze auf. „Symptome spürbar zu lindern“, betont Mitorganisatorin Ottilie Schulte, „ist das vordringlichste Anliegen“ – ausgerichtet an der Maxime, dem Wunsch des Schwerkranken nach relativem Wohlbefinden oberste Priorität einzuräumen.

Neben gezielten Hinweisen auf qualifizierte Offerten psycho-sozialer Begleitung vor Ort erhalten die Zuhörer detaillierte, praxisbezogene Auskünfte darüber, wie daheim adäquate Betreuungsformen am besten zu verwirklichen sind. Schulte mag es nicht verhehlen: Als Ergebnis guter Zusammenarbeit gründete sich im Jahr 2009 für die Kreise Soest und Hochsauerland ein Zusammenschluss niedergelassener Palliativmediziner (PKD), die für Notsituationen inzwischen eigens einen 24-Stunden-Service geschaffen haben. Bei den anschließenden Hausbesuchen werden dann die Leistungen der verschiedenen Dienste – etwa aus dem Pflegesektor oder aus der Hospizbewegung stammend – auf den jeweiligen Einzelfall konkretisiert abgestimmt.

Passende Vorschläge

Ähnliche Unterstützung gewähren u.a. Mitarbeiter der Initiative „Ambulant vor Stationär“:  Sie unterbreiten in ihren Beratungsgesprächen für die aktuellen Gegebenheiten zugeschnittene Empfehlungen, entwickeln in Absprache mit dem privaten Umfeld passende, neutrale Lösungen – Verfahrensweisen, die anhand zwei weiterer Vorträge intensiver veranschaulicht werden. Ein anderer Detailbereich ist auch Thema: Sinn und Zweck von Bewegungsübungen, diesmal aus physiotherapeutischer Perspektive  dargelegt.

Mehrere Unternehmen sind bei dem Treffen mit Aktionsständen und Präsentationen vertreten. Eintritt wird nicht erhoben, die Teilnahme ist kostenlos.