Chefarzt Dr. Georg Köhne - er leitet die gastroenterologische Abteilung des St. Walburga-Krankenhauses - lädt mitsamt seinem Team am Mittwoch, 12. März, zur Besichtigung des im vergangenen Jahr eröffneten neuen Funktionsbereichs ein. Darüber hinaus wird er während der Rundgänge wichtige Hintergrundinformationen zum Thema Darmkrebsvorsorge vermitteln.

Gastroenterologische Themen bestimmen das nächste Patientenforum: Chefarzt Dr. Köhne lädt zum informativen Rundgang ein

[02.03.2014]

Als „wahres Schmuckkästchen“ hatte Anja Rapos bei der kleinen Einweihungsfeier Ende August 2013 den neugeschaffenen Funktionstrakt für die Innere Medizin bezeichnet. Ein Wort, das der Geschäftsführerin des St. Walburga-Krankenhauses in ihrer Eröffnungsrede ganz spontan über die Lippen gekommen war. Mit dem Begriff traf sie aber regelrecht ins Schwarze: Denn der Gebäudeabschnitt – einerseits modern ausgestattet, andererseits freundlich, zudem farblich geschmackvoll gestaltet –  bietet alle Voraussetzungen für die noch bessere, auf den Einzelfall zugeschnittene Betreuung der Patienten. Interessierte Besucher können den gastroenterologischen Bereich jetzt am Mittwoch, 12. März, ab 19 Uhr bei einem „Abend der offenen Tür“ ausgiebig besichtigen.  

Neben den Führungen durch die einzelnen, vom Prinzip der kurzen Wege geprägten Räumlichkeiten plant Chefarzt Dr. Georg Köhne zusammen mit seiner Abteilung verschiedene Gerätepräsentationen. Die sollen das dort vorhandene hohe Niveau an technischer Ausrüstung, aber auch die dadurch möglichen Behandlungsschritte veranschaulichen. An detaillierten Auskünften, etwa zum Ablauf einer Darmspiegelung, wird’s ebenfalls nicht mangeln. Und wie das hierfür verwendete Instrumentarium – nach benutzten bzw. unbenutzten Apparaturen fein säuberlich getrennt – in der Aufbereitungsschleuse sorgsam gereinigt wird, bekommt das Publikum gleichermaßen gezeigt. Darüber hinaus will das Fachpersonal erläutern, dass  sich Polypen beispielsweise – sie gelten gemeinhin als Vorstufen eines Karzinoms – endoskopisch problemlos abtragen lassen. 

Gute Heilungschancen

Die Einladung zu der Veranstaltung erfolgt aus besonderem Anlass: Im Jahr 2002 haben die Felix Burda Stiftung und die Stiftung LebensBlicke damit begonnen, den März zum bundesweiten Kampagnen-Monat auszurufen, um die Bevölkerung für rechtzeitige Maßnahmen im Kampf gegen den Darmkrebs zu sensibilisieren.

Seitdem wird das Anliegen – quer durch die Republik - immer wieder aufs Neue von zahlreichen Städten, Unternehmen, Hospitälern sowie Verbänden und Vereinigungen unterstützt. Lässt sich doch kaum einer Tumor-Art, speziell im Anfangsstadium, effizienter begegnen. Gerade weil Forschung und Wissenschaft nennenswerte Erfolge gelangen, bestehen heutzutage beste Heilungschancen – dann, wenn erste Anzeichen weder übersehen noch ignoriert werden.

„Da die Erkrankung eher langsam fortschreitet“, betont Köhne, „kommt der Früherkennung eine überragende Bedeutung zu“. Deshalb greift er den Sachverhalt im Rahmen des Patientenforums ein weiteres Mal auf, um alles Wissenswerte zum Thema Vorsorge zu vermitteln. Die fängt u.a. mit turnusmäßigen Checks in der Hausarzt-Praxis an, hört letztlich bei den in festen Intervallen stattfindenden Kontrolluntersuchungen auf. So will der Gastroenterologe die Rundgänge zusätzlich nutzen, um währenddessen relevante Hintergrundinformationen weiterzugeben.

Intensiver Austausch

Dies soll jedoch abseits starrer Vortragsmuster passieren – vielmehr schwebt dem Team ein lebhafter, intensiver Austausch mit den Gästen vor. Dem Bereich Prävention widmet sich zudem Winfried Book, Repräsentant der Initiative „1000 Leben retten – Ruhr“. Er berichtet über die Wirksamkeit immunologischer Stuhlbluttests, die mit einer Aussagesicherheit von mehr als neunzig Prozent fundierte Hinweise zur Notwendigkeit einer anschließend vielleicht intensiveren Diagnostik liefern. Andere Gesprächspartnerinnen sind Sonja Richter und Marieke Pape – im Klinik-Team als Diätassistentinnen bzw. Ernährungsberaterinnen tätig: Sie werden hinter den Info-Tischen schildern, dass leichte, vitaminreiche Kost, überhaupt ein gesunder Lebensstil, wesentlich dazu beitragen, Darmkrebsrisiken zu senken.

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind nicht erforderlich.