Großer Ehrentag für Schwester Hiltrudis: Am 13. September 2014 feiert sie ihre Goldene Profess - im Kreise der Mitschwestern, Angehörigen und geladenen Gäste. Nach dem von Abt Aloysius in der Klinik-Kapelle zelebrierten Festgottesdienst findet im Konferenzsaal des St. Walburga-Krankenhauses ein Empfang statt.
Die Mitschwestern aus dem Konvent des St. Walburga-Krankenhauses freuen sich gemeinsam mit Schwester Hiltrudis (sitzend, 3. v.r.) auf die bevorstehende Feier: An das vor genau fünfzig Jahren abgelegte Ordensgelübde soll nun in gebührender Weise erinnert werden - das Programm des Ehrentages trägt diesem Anspruch Rechnung.

Ein halbes Jahrhundert im Dienst der Mitmenschen: Schwester Hiltrudis feiert ihre Goldene Profess

[13.09.2014]

„Mama“ – das Wort, mit dem schöne, alte Erinnerungen verknüpft sind. Denn die früher so oft benutzte Anrede zaubert gleich ein feines, hintergründiges Lächeln auf die Lippen. Ja, „Mama“  haben Generationen fürsorglich betreuter Jungen und Mädchen sie tatsächlich genannt -  damals während der Siebziger und Achtziger, als Schwester Hiltrudis auf der Urlaubsinsel Juist zum Personal des örtlichen Erholungsheims gehörte. Nunmehr arbeitet die Ordensfrau im St. Walburga-Krankenhaus mit, wo sie von 1991 bis 2003 zunächst den Dienst als Sakristanin wahrnahm, seitdem ebenso tatkräftig das Seelsorge-Team unterstützt. Jetzt steht für die einst in Rheine aufgewachsene Westfälin eine besondere Ehrung an: Am Samstag, 13. September, feiert sie ihre Goldene Profess – im Kreise der Mitschwestern, Angehörigen und geladenen Gäste.

Befragt nach herausragenden Charaktereigenschaften, muss Schwester Hiltrudis nicht lange überlegen: „Meinen Aufgaben“, lautet die bescheidene Antwort, „versuche ich stets mit Leib und Seele gerecht zu werden.“ Ein Anspruch, der an der Selbstverpflichtung orientiert ist, Engagement für andere auf der Basis eines christlichen, zutiefst sozialen Grundverständnisses zu praktizieren. Bis heute hat sich daran nichts geändert: „Dank der mütterlichen, überaus herzlichen, immer zugewandten Art“, lobt Pflegedirektorin Petra Niermöller anerkennend, „ist sie auf den Stationen bei Patienten und Personal sehr beliebt.“

Lieb gewonnene Bezugsperson

Geboren am 8. April 1940, trat die Jubilarin als 22-Jährige den münsterschen Clemensschwestern bei, legte 1964 das erste Gelübde ab. Der Dienst am Nächsten führte sie anfangs nach Meschede und Gescher - in die jeweiligen Abteilungen für Neugeborene sowie Kinder der dortigen Hospitäler. Anno 1970 geschah dann der Wechsel an die Nordsee: „Diese Tätigkeit“, erzählt die Mittsiebzigerin, „hat mir unvergessliche Momente beschert.“ Und berichtet über geradezu rührende Abschiedsszenen, bei denen die kleinen Schützlinge nach beendetem Ferien-Aufenthalt bitterliche Tränen vergossen, weil ihnen die Trennung von der lieb gewonnenen Bezugsperson so ungemein schwer fiel. Mittlerweile, nach der Rückkehr ins Hochsauerland, ist die Kreisstadt Meschede für Schwester Hiltrudis zur festen Heimat geworden: „Hier fühle ich mich wohl, hier bin ich zuhause.“

Der große Tag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Klinik-Kapelle - zelebriert von Abt Aloysius. Gelegenheit zum Gratulieren gibt’s hernach im Konferenzraum der Caféteria während eines Empfangs, ein gemeinsames Mittagessen schließt sich an. Die gemütliche Kaffeerunde innerhalb des Ordens gehört ebenfalls zum Programm, bevor nach vorausgegangener Vesper, an der zahlreiche Benediktinermönche teilnehmen werden, ein Abendessen in Haus Hildegard den Abschluss bildet. Darüber hinaus hat der Konvent manch nette Überraschung vorbereitet. „Aber die“, lächelt Oberin Schwester Irmlinde, „wird nicht verraten.“