Dr. Wilbrand verabschiedet sich in den Ruhestand

[24.11.2011]

Über 30 Jahre lang war Dr. Theodor Wilbrand für das St. Walburga-Krankenhaus Meschede tätig. Als er im März 1979 als Oberarzt und Vertreter des Chefarztes eingestellt wurde, konnte noch keiner ahnen, welche Funktionen er im Laufe seiner Karriere noch im Haus übernehmen würde. Nun hat der Mediziner mit 65 Jahren das Rentenalter erreicht, und wurde daher am Mittwoch, 23. November, im Kreise von rund 100 Gästen feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

18 Jahre nach Dienstbeginn im St. Walburga-Krankenhaus war der Zeitpunkt gekommen, auf den viele Ärzte hinarbeiten: Wilbrand wurde zum Chefarzt der Inneren Medizin ernannt. Damals waren darin noch die beiden Bereiche Kardiologie und Gastroenterologie vereint. 2009 wurden dann aus einer Abteilung zwei gemacht, und Wilbrand leitete fortan die Innere Medizin - Schwerpunkt Kardiologie. Sein neuer Kollege Dr. Georg Köhne übernahm als Chefarzt die Abteilung für Gastroenterologie.

Zusätzlich zum Chefarztposten übernahm Wilbrand in 2007 die Position des Ärztlichen Direktors, die er bis zu seinem Ausscheiden Ende Oktober 2011 behielt. Zudem war der Mediziner viele Jahre Vorsitzender des Ärztevereins Meschede, und setzte sich in dieser Funktion für die Belange seiner Kollegen ein.

Langweilig wird es Wilbrand in seinem Ruhestand sicher nicht werden. Seine vier Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren freuen sich bestimmt, dass ihr Vater nun mehr Zeit für sie hat. Und seinen Hobbys wie der Besuch von kulturellen Veranstaltungen, Wandern und Skilaufen wird er nun auch häufiger nachgehen können.

Für seine Nachfolge ist auch bereits bestens gesorgt: Dr. Daniel Gießmann übernimmt ab dem 1. Dezember als Chefarzt die Leitung der Abteilung. Sozusagen als sanfte Einarbeitung und Kennenlernen von Haus und Kollegen konnte er bereits jetzt im November die Schrittmacherambulanz und die ambulanten Defibrillator-Kontrollen bei Herzpatienten im Haus durchführen.

Im Rahmen der Verabschiedungsfeier hielt der Verbandsvorsitzende der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Heinz Ebbinghaus, die Festrede mit dem Titel "Ethik versus Monetik - ,lohnt' es sich, heute noch Arzt zu werden?" Der humorige Vortrag mit durchaus ernsten Gedanken kam bei den Gästen sehr gut an. Auch Dr. Friedhelm Schmitten, Vorsitzender des Ärztevereins Meschede, fand nur lobende Worte für den scheidenden Chefarzt.

Die Geschäftsführerin Anja Rapos und der Ärztliche Direktor Dr. Detlef Drüppel wünschten Wilbrand für seine freie Zeit im Kreise seiner Familie alles Gute und bedankten sich für seinen Einsatz in all den Jahren für das St. Walburga-Krankenhaus.

Dr. Theodor Wilbrand nahm mit seiner Frau und seinen Kindern auf einer Gartenbank Platz, die seine Chefarzt-Kollegen ihm zum Abschied schenkten. Die Betriebsleitung (hinten v. l. Dr. Detlef Drüppel, Petra Niermöller, Anja Rapos) wünschte ihm alles Gute.