Dr. Georg Köhne: Neuer Ärztlicher Direktor „auf dem Krankenhaus-Berg“ mit Petra Niermöller, Pflegedienstleiterin im St. Walburga Krankenhaus

Dr. Köhne neuer Ärztlicher Direktor „auf dem Krankenhaus-Berg“

[20.01.2016]

Turnusmäßiger Wechsel im St. Walburga-Krankenhaus. Nach vierjähriger Amtszeit übergab Chefarzt Dr. Detlef Drüppel turnusmäßig die ärztliche Leitung an Chefarzt Dr. Georg Köhne. Nach positiver Bestätigung durch den Aufsichtsrat löste Dr. Köhne, der erst vor einer Woche seinen 50.ten Geburtstag feierte, zum Jahresbeginn den bisherigen Ärztlichen Leiter des St. Walburga Krankenhaus ab. 

Als Ärztlicher Direktor ist Dr. Köhne Teil der Betriebsleitung des Kreiskrankenhauses und leitet für die kommenden vier Jahre gemeinsam mit Pflegedirektorin Petra Niermöller und Geschäftsführerin Anja Rapos die Geschicke des St. Walburga Krankenhaus.

Anja Rapos begrüßt Dr. Georg Köhne als neuen Ärztlichen Direktor des St. Walburga Krankenhaus und dankte während einer kleinen Feierstunde Dr. Drüppel ganz herzlich für die überaus engagierte und verantwortungsbewusste Ausübung des Amtes sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung.

Nachgefragt bei …
Dr. Georg Köhne neuer Ärztlicher Direktor „auf dem Krankenhaus-Berg“

Dr. Köhne, was bedeutet für Sie die Wahl als neuer Ärztlicher Direktor des St. Walburga-Krankenhaus? 

Als Chefarzt der Inneren habe ich generell eine besondere Verantwortung gegenüber den Patienten und dem medizinischen Team. Jetzt gilt es, gemeinsam mit den Kolleginnen der Geschäftsführung, diese Erfahrung in alle Krankenhausbereiche einfließen lassen.

In den letzten Jahren wurden nicht nur auf Bundesebene, sondern auch lokal hier im St. Walburga Krankenhaus viele große und kleine Neuerungen und Veränderungen im medizinischen Bereich durchgeführt. Welche war für Sie die Wichtigste?

Der wichtigste Fortschritt in letzten Jahren war der kontinuierliche Umbau der Inneren Abteilung unter modernsten Gesichtspunkten. Es ist ein ganz neuer Funktionsbereich zur Endoskopie sowie kardiologischen Diagnostik und auch ein Linksherzkatheter-Arbeitsplatz entstanden. Daher ist es fast zu 100% möglich, alle gastroenterologischen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse ebenso wie alle internistischen Erkrankungen hier im Krankenhaus zu behandeln.

Dr. Köhne, wie bewerten Sie den Zusammenschluss mit den Alexianern?

Es ist eine spannende Zeit, das Krankenhaus blickt dieses Jahr auf eine 80jährige Tradition zurück und gehört seit 4 Wochen zur Alexianer-Gruppe. Mit rund 16.000 Mitarbeitern einer der größten Krankenhauskonzerne Deutschlands. Der Zusammenschluss bedeutet für uns lokal deutlich mehr Rückgrat, insbesondere bei der Weiterentwicklung der medizinischen Spezialabteilungen. Im Herbst letzten Jahres habe ich auf der Somatikertagung der Alexianer erstmals Kollegen aller medizinischen Abteilungen kennen gelernt. Der persönliche Austausch unter den Medizinern ist ein weiterer Pluspunkt und für die zukünftige Entwicklung von zentraler Bedeutung.

Was hat Sie in jungen Jahren dazu bewogen, den Beruf Arzt zu wählen?

Bio, Chemie, Naturwissenschaften waren schon immer meine Passion. In der Oberstufe war dann klar, dass ich Medizin studiere. Nach meinem Abitur bei den Benediktinern und dem anschließenden Zivildienst beim Krankentransport des Hochsauerlandkreis hier in Meschede habe ich das Medizinstudium an der Philipps-Universität Marburg begonnen.

Und sich dort auf die Innere Medizin spezialisiert?

Nein, nach dem Physikum habe ich mich an der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München eingeschrieben. Die TUM gehört gemeinsam mit dem dazugehörigen Universitätsklinikum zu den forschungsstärksten Medizinstandorten Deutschlands. Am Klinikum rechts der Isar habe ich die ersten Jahre als Mediziner gearbeitet und dort auch meine Doktorarbeit in der Inneren Medizin verfasst. Bevor es zurück in die Heimat ging, haben ich über sieben Jahre an der Uniklinik des Saarland gearbeitet.

Woche für Woche lesen wir in Nachrichtenmagazinen über den medizinischen Fortschritt und Weiterentwicklung. Wenn Sie Dr. Köhne auf ihre über 25jährige Erfahrung als Mediziner zurück blicken, was war ihr größter medizinischer Entwicklungsschritt?

2009 - die Eröffnung des Darmkrebszentrum Sauerland im St. Walburga Krankenhaus.

Frau Rapos, Geschäftsführerin des Krankenhauses, hat vor kurzem in einer Diskussion zur Situation der medizinischen Versorgung  im Sauerland gesagt "Wir können nicht alles und sind keine Konkurrenz zur Uniklinik, aber wir bieten in den allermeistern Fällen genauso gute medizinische Behandlung wie große Kliniken und haben Spezialisten in verschiedenen Bereichen". Dr. Köhne, wo sehen Sie diese große Stärken?

Dadurch, dass wir seit nunmehr sechs Jahren alle medizinischen Kompetenzen von der Endoskopie zur Diagnostik, der operativen Therapie, der Radiologie, der Onkologie mit ambulanter oder stationärer Chemotherapie gebündelt haben, muss sich der Patient des St. Walburga Krankenhaus nicht mehr auf eine Odyssee der Fachärzte begeben, sondern die einzelnen medizinischen Fachabteilungen kommen bei uns direkt zum Patient.

Ihre Leidenschaft, das Segelfliegen, tritt durch die Mehrarbeit als Ärztlicher Direktor nach der Familie sicherlich weiter in den Hintergrund. Dennoch treffen Sie die Segelflieger immer mal wieder hier im Krankenhaus?

Ja, das stimmt. Ich bin Flugmediziner mit Zulassung des Luftfahrtbundesamtes. Im regelmäßigen Turnus, das hängt von der Art der Fluglizenz ab, müssen sich alle Piloten einer medizinischen Untersuchung unterziehen. Durch diese Tätigkeiten treffe ich den einen oder anderen nicht nur auf dem Flugplatz sondern auch hier im Krankenhaus.

Welches Ziel wurden Sie selbst gerne einmal selbst anfliegen?

Einmal von Meschede quer durch ganz Deutschland bis nach München, denn dort habe ich fünf Jahre gelebt.