Nach einem gemütlichen Beisammensein in trauter Runde versammelten sich die Pensionäre des St. Walburga-Krankenhauses im Klinik-Foyer zum Gruppenbild. Für die Initiative von Betriebsleitung und Mitarbeitervertretung, erstmals ein eigenes Ehemaligentreffen zu organisieren, gab's reichlich Lob.

Die Ehemaligen waren hellauf begeistert: "Pensionärstreffen muss unbedingt wiederholt werden"

[28.02.2013]

Fröhliches „Hallo“ an alter Wirkungsstätte: Gar manche Pensionärin wischte sich verstohlen die Tränchen aus den Augen, als sich die Kolleginnen von einst im St. Walburga-Krankenhaus Meschede glückstrahlend umarmten. Und die Riege der Männer? Sie wiederum regelte das Wiedersehen auf ihre Weise: Der gegenseitige Handschlag fiel umso kräftiger aus.

Ja – beim ersten, offiziellen Beisammensein der Ehemaligen herrschte von Anbeginn prächtige Stimmung. „Toll, diese Idee, richtig toll“, lobte beispielsweise Josef Clemens, früherer Assistent in der Sterilgut-Versorgung, die Initiative von Betriebsleitung und Mitarbeitervertretung (MAV), dem Kreis der Ruheständler auf charmante Weise ein weiteres „danke“ für den geleisteten Einsatz zu sagen. Und sprach aus, was insgeheim alle dachten: „Die Veranstaltung muss unbedingt wiederholt werden.“ 

Vertraute Gemeinschaft

Die berufliche Werdegang im Gebäude am Schederweg, er betrug bei den meisten zwanzig, dreißig oder noch mehr Jahre – Chefärzte, Leitungs- sowie Pflegekräfte, Ordensschwestern, Pförtner, Techniker. Alles Personen, die miteinander am rasanten Aufschwung der Klinik beteiligt waren. Nun lehnten sie sich – im Wissen um die eigenen Verdienste - gemütlich zurück, genossen entlang der Kaffeetafel den Austausch in vertrauter Gemeinschaft.

Geschäftsführerin Anja Rapos, sichtlich erfreut über die „große, repräsentative Gruppe“, wünschte der Runde bei der Begrüßung einen „netten, angeregten Nachmittag“  – was sich schon bald bewahrheiten sollte: An den Tischen wurde viel erzählt, gescherzt, gelacht, rasch kursierten die Anekdoten. Später fanden eigens für die Gäste arrangierte kleinere Führungen statt, um zwischenzeitlich vorgenommene Modernisierungen, etwa im Kreißsaal oder in der Zentralküche, vorzustellen. Anschauen konnten die Besucher zudem den neu hergerichteten Verabschiedungsraum, der einen würdigen Rahmen für die Zwiesprache mit Verstorbenen  ermöglicht. 

Nostalgische Gefühle

Mit der kurzweiligen Dia-Rückschau in die Vergangenheit sorgte MAV-Vorsitzender Heinz Hückelheim für zusätzlichen Gesprächsstoff. Er sparte in seinem Vortrag gerade mit Blick auf die heute üblichen, bisweilen überbordenden administrativen Vorgaben des Gesundheitswesens aber auch kritische Aspekte nicht aus. Am Ende jedoch klang der Schluss-Satz optimistisch: „Solange Menschen es als ihre Berufung ansehen, Kranken und Schwachen zu helfen, ist die Zukunft des Hauses gesichert.“

Gefühle der Wehmut, betonte Pater Paulus während der Abendmesse in der Kapelle, dürften bei einem solch eher nostalgisch angelegten Zusammentreffen ruhig aufkommen – Wehmut darüber, dass der Eintritt ins Rentenalter die zuvor von Engagement und Dynamik geprägte Schaffensphase spürbar verändert habe. Doch dann, abseits jeglichen Karriere-Denkens, gelte es sich in Erinnerung zu rufen, was für den Sinn des Lebens wesentlich bedeutungsvoller sei: „Im passenden Moment Gutes zu tun.“ In der Beziehung, unterstrich der Geistliche, hätten die Anwesenden hinreichend bewiesen, dass sie diese Form der Herzensbildung bravourös beherrschen würden.

Pensionärstreffen: Auf Anhieb ein grandioser Erfolg