Maßarbeit im OP: Dr. Detlef Drüppel, Chefarzt der unfallchirurgischen/orthopädischen Abteilung des St. Walburga-Krankenhauses (r.), und Oberarzt Dr. Andreas Stratmann setzen ein neues Kniegelenk ein. Beide Mediziner haben auch das Patientenforum zu diesem Thema am Mittwoch, 4. Februar 2015, organisiert.

"Das Knie macht nicht mehr mit": Chefarzt Dr. Detlef Drüppel lädt zum Patientenforum ein

[29.01.2015]

Bei dem einen passiert es früher, bei dem anderen später. Doch irgendwann lassen sich die ersten Symptome, unübersehbare Bewegungseinschränkungen etwa oder zunehmende Deformationen, nicht mehr ignorieren: Anzeichen einer Arthrose, die inzwischen weltweit immer mehr Menschen ereilt – allein in Deutschland sind rund fünf Millionen davon betroffen.

Welche Möglichkeiten heutzutage existieren, etwaige durch Verschleiß der Kniegelenke hervorgerufene Erkrankungen erfolgreich zu  behandeln, darüber will Dr. Detlef Drüppel, Chefarzt der unfallchirurgischen/orthopädischen Abteilung des St. Walburga-Krankenhauses, am Mittwoch, 4. Februar 2015, bei der nächsten  Informationsveranstaltung berichten. Stattfinden wird der Vortrag im Konferenzraum (neben der Caféteria) - Beginn: 19 Uhr.

Technologische Entwicklungen

Unabhängig davon, wie jung oder alt der betreffende Patient gerade ist: Das Bedürfnis, im Alltag schmerzfrei, besonders aber agil weiterhin leben zu können, hegen die Betroffenen gemeinsam - generationsübergreifend. Doch was tun, wenn medikamentöse Strategien nicht die gewünschte Wirkung erzielen? „Dann“,  betont Drüppel, ein ausgewiesener Fachmann, „bleibt als Alternative häufig nur noch das Einsetzen künstlicher Implantate übrig.“ Bei denen besteht nun dank neuer, technologischer Entwicklungen die Chance, auf der Grundlage moderner CT-Bilddaten passgenaue, personenbezogene Sonder-Anfertigungen zu erstellen – orientiert an den jeweils subjektiven anatomischen Vorgaben.

Sorgfältig abgewogene Einzelfall-Entscheidungen

Die verschiedenen Formen des Gelenkersatzes – von der Standard-Prothese bis zur Maß-Arbeit – nehmen daher mitsamt den zugehörigen Therapie-Ansätzen einen breiten Raum in den Ausführungen ein. Darüber hinaus wird der Referent darlegen, warum im Bemühen um die individuell beste Lösung jedem Eingriff zunächst sorgfältig abgewogene Einzelfall-Entscheidungen vorausgehen. Mit dieser Passage im Manuskript tritt er zugleich dem von der Öffentlichkeit gern erhobenen Pauschal-Vorwurf entgegen, in der Bundesrepublik würden Orthopäden zu schnell, zu häufig, zu leichtfertig operieren.   

Über konservative Verfahrensweisen beim Thema Kniegelenk werden zudem die hausinternen Physiotherapeuten Auskunft geben, an ihrem Stand erläutern sie ebenso das Vorgehen bei der Nachbehandlung im Anschluss an die Implantation einer Prothese.

Der Eintritt ist frei,  vorherige Anmeldungen sind nicht erforderlich.