v. l.: Chefarzt Dr. Georg Köhne und Geschäftsführerin Anja Rapos

Darmzentrum Hochsauerland erhält Zertifizierungs-Urkunde

[16.06.2011]

Dem Darmzentrum Hochsauerland am St. Walburga-Krankenhaus Meschede wurde am Donnerstagabend, 16. Juni, die offizielle Zertifizierungs-Urkunde der Deutschen Krebsgesellschaft überreicht. Anja Rapos, Geschäftsführerin des Krankenhauses, übergab stellvertretend die Urkunde an den Zentrumsleiter und Chefarzt der Gastroenterologie, Dr. Georg Köhne.

Der Weg von der Idee bis zur Taufe war für die Klinik aufregend. Bereits im Dezember 2009 wurde das Zentrum gegründet. Seitdem wurden Strukturen aufgebaut, Kooperationen herbeigeführt und ein Versorgungsnetzwerk geschaffen. Die wenigsten Zentren erhalten ein Zertifikat, weil sie die Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft nicht einhalten können. Gerade in ländlichen Strukturen ergeben sich große Schwierigkeiten, die Fachärzte und damit die fachliche Kompetenz auf den verschiedenen Gebieten der Medizin an ein solches Zentrum zu binden. Das St. Walburga-Krankenhaus Meschede ist stolz darauf, dass ihm diese Kooperationen für die Patientenversorgung in der Darmkrebsdiagnostik und -behandlung gelungen ist.

Ziel eines jeden fachlich qualifizierten medizinischen Zentrums ist die umfassende Patientenversorgung vor Ort. „Nicht der Patient muss sich auf eine Odyssee der Fachärzte begeben, sondern die Fachlichkeit kommt zum Patienten“, weiß der Zentrumskoordinator Dr. Peter Maß. Deshalb wurden im Darmzentrum Hochsauerland alle Kompetenzen gebündelt: Von der Endoskopie zur Diagnostik, der operativen Therapie, der Radiologie, der Onkologie mit ambulanter oder stationärer Chemotherapie, der Strahlentherapie bis hin zur Pathologie (Lehre des Gewebes). Sie alle wohnen der wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz bei. In ihr wird  anhand der vorliegenden Befunde ein individuelles Therapiekonzept für jeden Patienten festgelegt, welches den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften entspricht. Dabei steht die Versorgung des Darmkrebspatienten sicher im Vordergrund, aber auch alle anderen Darmerkrankungen wie Funktionsstörungen oder familiäre Erkrankungen werden im Darmzentrum Hochsauerland behandelt.

Neben all den medizinischen Fachbereichen stehen den betroffenen Patienten aber auch viele andere Hilfsangebote im Zentrum zur Verfügung. So werden in Zusammenarbeit mit einem Spezialzentrum in Recklinghausen vererbbare Darmerkrankungen behandelt. Ebenso steht die psychoonkologische und seelsorgerische Betreuung der Patienten mit Darmkrebs im Vordergrund. Selbsthilfegruppen bieten Hilfestellung, Ernährungsteams informieren und bundesweit vertretene Rehabilitationskliniken stehen dem Zentrum als Kooperationspartner zur Verfügung.

Das Zertifikat der DKG bescheinigt die Fachkompetenz der behandelnden Ärzte und die Qualität der Struktur und Arbeitsabläufe des Zentrums. „Doch wichtiger als ein Zertifikat, das an der Tür hängt, ist die qualitativ hochwertige und menschliche Behandlung unserer Patienten sowie deren Angehörigen und Familien. Darum bemühen wir uns tagtäglich, und das sollen unsere Patienten spüren“, sagt der stellvertretende Zentrumsleiter und Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Uwe Zorn.

http://www.darmzentrum-hochsauerland.de/, Telefon 0291.202-1235