Darmkrebsvorsorge rettet (1000) Leben

[14.03.2012]

In Deutschland erkranken jährlich über 73.000 Menschen neu an Darmkrebs. Dieser gewaltigen Zahl kann aber etwas entgegen gesetzt werden. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen kann Darmkrebs frühzeitig erkannt und dann sehr gut behandelt werden. Das Darmzentrum Hochsauerland am St. Walburga-Krankenhaus Meschede veranstaltet deshalb im Rahmen des Darmkrebsmonats März am Mittwoch, 14. März, einen Informationsabend zum Thema Darmkrebsvorsorge. Beginn ist um 18 Uhr.

Um dem großen Tabu-Thema rund um den Darm entgegen zu treten, haben Besucher und Interessierte ab 18 Uhr im Eingangsbereich der Klinik die Möglichkeit, sich die medizinischen Geräte und Instrumente, die für eine Darmspiegelung und eine Enddarmuntersuchung verwendet werden, anzuschauen, und auch Fragen an das dortige Pflegepersonal zu richten.

Ab 19 Uhr werden dann im angrenzenden Konferenzsaal an der Cafeteria insgesamt drei Vorträge angeboten. Zu Beginn sprechen die niedergelassenen Fachärzte Dr. Schmitten (Ramsbeck), Dr. Müller (Bad Fredeburg) und Dr. Ewert (Meschede) über die Vorsorgeuntersuchungen durch die Koloskopie (Darmspiegelung).

Der zweite Vortrag wird gehalten durch Herrn Book, Geschäftsführer des Initiativkreises „1000 Leben retten - Ruhr“ aus Essen. Der Initiativkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und Firmen von der Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge zu überzeugen, damit diese ihren Mitarbeitern gezielt den Zugang zu einer Vorsorgeuntersuchung anbieten und auch die Kosten dafür übernehmen. Bereits Ende 2011 hatte sich auch das St. Walburga-Krankenhaus dazu entschlossen, an der Aktion teilzunehmen, und hat nun – pünktlich zum Darmkrebsmonat März – ihre Mitarbeiter informiert und eingeladen, diese für sie kostenlose Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen. 

Den dritten Vortrag hält der Chefarzt der Viszeralchirurgie, Uwe Zorn, mit dem Titel „Blut im Stuhl – immer nur harmlos?“, denn oft werden diese Frühwarnzeichen für Darmkrebs nicht ernst genug genommen.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit den Dozenten. Auch ein Erfahrungsaustausch mit den Besuchern ist möglich. Neben Betroffenen und Interessierten sind auch besonders Firmen willkommen, die ebenfalls Interesse an der Arbeit des Initiativkreises „1000 Leben retten - Ruhr“ haben.

Der Eintritt ist frei.