Da wird liebevoll eine altbewährte Tradition gepflegt: Seit Mitte der Achtziger sorgt die Chorgemeinschaft Meschede im St. Walburga-Krankenhaus jedes Jahr aufs Neue für stimmungsvolle, vorweihnachtliche Konzerte. Am vierten Adventssonntag ist das Ensemble wiederum in der Klinik-Kapelle zu Gast. Das Gruppenbild zeigt die Formation bei einer ihrer Proben.

Chorgemeinschaft Meschede stimmt Patienten auf das Weihnachtsfest ein

[08.12.2012]

Es sind bekannte, wohlvertraute Weisen, mit denen die Chorgemeinschaft Meschede am vierten Adventssonntag (ab 15 Uhr) im St. Walburga-Krankenhaus bei einem vorweihnachtlichen Konzert aufwarten möchte. Klassiker wie „Macht hoch die Tür“ zählen beispielsweise dazu, „In dulci jubilo“, „Jubilate“ oder „O du fröhliche“. Alles Stücke, die eine wichtige Botschaft überbringen: Sie sollen das Publikum auf Heilig Abend einschwören, bei den Zuhörern gleichzeitig Hoffnung, Zuversicht, Gottvertrauen bewirken. „Gerade den Menschen, die das schönste unter den Festen nicht daheim erleben können, weil sie erst gesund werden müssen, möchten wir eine besondere Freude bereiten“, erläutert Vorsitzender Heribert Spork das Motiv der Sängergilde.  

Benefiz-Veranstaltungen

Nebenbei: Der Anspruch, den Patienten musikalische Grüße zu übermitteln, um sie dadurch wieder ein wenig aufzuheitern, gehört schon seit Mitte der Achtziger zum Selbstverständnis der Formation - wie es überhaupt immer bewährter Brauch im Kreis der Aktiven war, gezielt in örtlichen, sozialen Einrichtungen Benefiz-Veranstaltungen anzuberaumen. „Eine Selbstverständlichkeit“, unterstreicht Spork, „uns für die gute Sache zu engagieren.“    

Obendrein eine nette Geste, die das Ensemble da liebevoll Jahr für Jahr im Klinik-Gebäude am Schederweg pflegt. So gilt der Termin bei den Mitgliedern als gesetzt, ab November wird dann das aktuelle Programm eifrig einstudiert. „Wir üben so lange“, plaudert der Vorstand aus dem Nähkästchen, „bis Benedikt Wrede, unser gegenwärtig kommissarisch tätiger Dirigent, zufrieden die Proben abwinkt.“ Rund dreizehn Titel, mehrstimmig intoniert, umfasst der Auftritt diesmal. Darunter Melodien, bei denen sich das Publikum förmlich danach sehnt, lauthals mitzusingen, sind doch die Texte und Refrains seit frühen Kinderzeiten geläufig.

Liedauswahl

Ging die Gruppe einst von Station zu Station, kommt sie mittlerweile in der Kapelle zusammen, um dort ihr Repertoire zu präsentieren. Moderne Technik ermöglicht es, dass die Darbietungen auf Wunsch derer, die das Bett hüten müssen, gar in einzelne Zimmer übertragen werden – per Fernsehmonitor. Knapp die Hälfte ihrer Liedauswahl tragen die Akteure anschließend ein zweites Mal vor – als gern gesehene, zudem lang erwartete Gäste der Ordensschwestern im benachbarten Euthymia-Wohnheim.   

Der schönste Lohn für den gezeigten Einsatz? „Das“, sagt Spork, „sind jene bewegenden Momente, in denen man sich bei uns mit Tränen in den Augen bedankt.“ Und er weiß auch: „Einigen würde allerhand fehlen, kämen wir irgendwann nicht mehr vorbei.“ Deshalb wird noch direkt nach dem Schlusston das Datum für die Neuauflage zwölf Monate später festgelegt. The same procedure …