Gute Unterhaltung: Zum zweiten Mal in diesem Jahr gastieren die Mitglieder des Shanty-Chores "Kleine Möwe" im St. Walburga-Krankenhaus. Für ihr Konzert am 7. Dezember 2014 in der Caféteria bringen sie ein zur Vorweihnachtszeit passendes Lieder-Programm mit.

Besinnliches zum Advent: Shanty-Chor "Kleine Möwe" gibt Caféteria-Konzert

[03.12.2014]

Applaus, Applaus! Kaum war der Schlussakkord verhallt, reagierten die Besucher auf das in der Caféteria des St. Walburga-Krankenhauses vor dichtgefüllter Kulisse initiierte Sommer-Konzert der Mescheder Shanty-Formation „Kleine Möwe“ mit minutenlangem Beifall. Überwältigt von der Begeisterung im Saal, griff Dirigent Dieter Hölter spontan zum Mikrofon: „Wenn sie möchten“, rief er den eifrig klatschenden Gästen zu, „kommen wir gerne wieder.“ Am Sonntag, 7. Dezember, macht die Gruppe ihre Ankündigung wahr, legt im Gebäude am Scheder Weg erneut Station ein. Und bringt – mit Blick auf den Kalender – eine zur Vorweihnachtszeit passende Lieder-Auswahl mit. Beginn ist um 16 Uhr, Eintritt frei.

Standen bei der August-Veranstaltung vor allem flotte Schunkel-Rhythmen im Vordergrund, dominieren nunmehr Arrangements mit besinnlicherer Note. Da tauchen Stücke im Programm auf, die vom großen Heimweh erzählen, das Matrosen beschleicht, wenn sie Heilig Abend fernab von zuhause verbringen müssen. Überhaupt – der Job an Bord, er spiegelt sich in vielerlei Texten wider: Mal nachdenklich, mal verträumt, berichten die Songs über Wünsche, Hoffnungen, aber auch Entbehrungen der Seefahrer.

Bekannte Volksweisen

Zwischendrin dürfen sie nicht fehlen – ewig frische Gassenhauer wie „Amazing Grace“, denen deutsche Übersetzungen zugeordnet wurden. Jene bekannten Volksweisen, die seit alters her zum Kerzenschein des Tannenbaums angestimmt werden, sind ebenso Teil des umfangreichen Repertoires. „Wir haben diese Klassiker zu Medleys zusammengefasst“, sagt Sprecherin und Mitbegründerin Elisabeth Schneider, „für das Publikum die Gelegenheit, um uns bei den Refrains kräftig zu unterstützen.“   

Knapp vierzehn Jahre ist es inzwischen her, dass die Runde ihre Premiere als Chorgemeinschaft feierte. Schon zuvor hatte sie sich beim Segeln näher angefreundet, um dann bei der Vorbereitung für das Geburtstagsständchen zu Ehren einer ihrer ältesten Aktiven plötzlich festzustellen, dass die Harmonie auch in puncto Musik gegeben war. Fortan bildete sich ein verschworener Kreis, der das maritime Hobby, die Vorliebe für den Gesang und soziales Engagement gezielt miteinander verknüpft: So finden die meisten Auftritte bewusst in Seniorenheimen oder Kliniken statt.  

Regelmäßige Proben

„Bis zum Spätsommer“, blickt Schneider zurück, „waren wir mit den Booten unterwegs. Jetzt gibt’s wieder regelmäßige Treffen, um für die verschiedenen Winter-Termine gewappnet zu sein.“ Nein, dem Zufall will das Ensemble nichts überlassen, daher wird alle zwei Wochen eifrig geprobt, geprobt, geprobt: „Wenn die Zuhörer anschließend mit uns zufrieden sind, ist das der schönste Lohn.“