Beruhigung für Hüftprothesen-Patienten

[22.06.2011]

Die Suche nach fehlerhaften Prothesen der Firma Depuy, über die in den vergangenen Wochen vermehrt berichtet wurde, beschäftigt nicht nur die Krankenhäuser und Krankenkassen, sondern auch die Patienten im Sauerland. Der Chefarzt der Chirurgischen Abteilung des St. Walburga-Krankenhauses, Dr. Detlef Drüppel, möchte in diesem Zusammenhang die dort behandelten Patienten beruhigen: "Zu keiner Zeit wurden hier Prothesen implantiert, für die die Firma Depuy jetzt eine Produktwarnung herausgegeben hat. Zwar wurden und werden auch weiterhin Produkte dieser Firma eingesetzt, jedoch handelt es sich dabei ausschließlich um langjährig bewährte und erprobte Modelle." Bei den zurückgerufenen Modellen handelt es sich um so genannte Hüftkappenprothesen Typ ASR.

Die Sorge eines jeden Patienten ist für den Chefarzt durchaus verständlich. Viele Patienten wissen nicht, welches Prothesenmodell bei Ihnen verwendetet wurde. Zumal durch die Fülle der verwendeten Modelle der Markt sehr unübersichtlich ist. Wird dann im Prothesen-Pass, der dem Patienten üblicherweise ausgehändigt wird, der Name der Firma Depuy genannt, ist die Beunruhigung groß. Bei der Berichterstattung wird jedoch meist nicht erwähnt, dass es sich lediglich um ein einzelnes Hüftprothesen-Modell handelt, welches die ansonsten renommierte Firma auf den Markt gebracht hat. Für alle anderen Modelle besteht kein Grund zur Sorge. Insofern kann allen Patienten, die im St. Walburga-Krankenhaus Meschede mit einer Endoprothese versorgt wurden, die Angst genommen werden, sich einer erneuten Operation unterziehen zu müssen.