Die Visitations- und Firmreise durch das Hochsauerland führte Weihbischof Hubert Berenbrinker (4.v.r.) auch ins St. Walburga-Krankenhaus Meschede. An dem Gedankenaustausch nahmen (v.l.) Schwester Hiltrudis, Klinik-Seelsorgerin Theresia Brüggemann, Ärztlicher Direktor Dr. Detlef Drüppel, Oberin Schwester Irmlinde, Dekanatsreferent Theo Richter, Pater Johannes Sauerwald, Geschäftsführerin Anja Rapos sowie Pflegedirektorin Petra Niermöller teil.

Angeregter Gedankenaustausch: Visitationsreise führte Weihbischof Berenbrinker ins St. Walburga-Krankenhaus

[06.12.2013]

Hoher Besuch hatte sich angekündigt: Zum Programm der Visitations- und Firmreise von Weihbischof Hubert Berenbrinker gehörte jetzt im St. Walburga-Krankenhaus das Zusammentreffen mit der Betriebsleitung. Von Pfarrer Werner Spancken sowie Dekanatsreferent Theo Richter begleitet, ergab sich rasch ein intensiver Gedankenaustausch. Als der Name der Trägergesellschaft Misericordia fiel (sie betreibt die Klinik am Schederweg), wusste der Gast aus Paderborn damit gleich eine persönliche Anekdote zu verbinden: Vor Jahren hatte er in dem zum Verbund gehörenden münsterschen Clemenshospital ein Praktikum absolviert, die hier gesammelten Erfahrungen in guter Erinnerung behalten.

Ja - an interessanten Fragestellungen mangelte es nicht: So wurde die für das Gesundheitswesen im Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung festgeschriebene wohnortnahe Versorgung ebenso erörtert wie der Mediziner-Mangel im ländlichen Raum. Darüber hinaus erkundigte sich Berenbrinker bei Geschäftsführerin Anja Rapos, Pflegedirektorin Petra Niermöller sowie dem Ärztlichen Direktor Dr. Detlef Drüppel nach Kooperationsmodellen mit anderen regionalen Anbietern, bat zudem um nähere Auskünfte über die beispielsweise in der Nephrologie praktizierte Zusammenarbeit zwischen ambulanten und stationären Abteilungen.

Würdige Begleitung

Ein weiteres Thema: die religiöse Unterweisung in der angeschlossenen Krankenpflegeschule als fester Bestandteil des Curriculums. Sie werde auf Basis festgeschriebener Stundenkontingente konsequent im Lehrplan umgesetzt, unterstrich Seelsorgerin Theresia Brüggemann. Mit freudigem Schmunzeln registrierte der Geistliche die Information, wonach jener Fernsehkanal, der hauseigene Gottesdienste in die Stationszimmer überträgt, die interne Kennung „Nummer 1“ aufweist. Regen Anteil nahm der Geistliche an der Arbeit des Ethikkomitees. Die Maxime, bei der Behandlung schwerkranker Patienten so weit wie eben machbar eine würdige Begleitung zu gewährleisten, stehe bei den Überlegungen des Gremiums obenan, erläuterte Brüggemann.

Ausführlich ließ sich Berenbrinker in dem stilvoll eingerichteten Verabschiedungsraum erzählen, welche Möglichkeiten des Erinnerns und Gedenkens dort für Angehörige von Verstorbenen bestünden. Orientiert an individuellen Wünschen, könne hier auf vielfältige Weise Trauerbewältigung stattfinden - Trauerbewältigung, die zugleich Bedürfnissen muslimischer Familien gerecht werde, führte Oberin Schwester Irmlinde aus. Sie hatte sich seinerzeit maßgeblich um die angemessene Neugestaltung dieses Bereiches gekümmert.

Die Visite des Weihbischofs endete am späten Nachmittag im Euthymia-Wohnheim der Clemensschwestern.