Ein fünf Meter langes, noch dazu begehbares Darmmodell (hier das Beispielbild) wird am Dienstag, 11. Juni, im Foyer des St. Walburga-Krankenhauses aufgebaut: Bei stündlich angebotenen Rundgängen können sich Besucher über etwaige Krankheitssymptome sowie deren Behandlungsformen informieren lassen. Foto: www.darmmodelle.de
"Alarm im Darm": So lautet der Titel des amüsanten Bühnenstücks, das sich zugleich mit einer ernsten Thematik befasst: rechtzeitige Vorsorge. Geschrieben wurde die Komödie von Regisseur Volker Heymann, der gemeinsam mit dem Ensemble-Duo Coralie Wolff und Jürg Hummel im Veranstaltungssaal der Klinik gastiert.

"Alarm im Darm": Theaterstück sensibilisiert Zuschauer für Tabu-Thema

[06.06.2013]

Von Zeit zu Zeit bedarf jeder Mensch einer Inspektion: Ganz schön salopp, was sich Regisseur und Texter Volker Heymann da an flotten Sprüchen für das muntere Bühnenstück „Alarm im Darm“ hat einfallen lassen. Doch dank des legeren, passagenweise gar recht humorvollen Umgangstons gelingt es ihm vortrefflich, die Zuschauer für ein ernstes Anliegen zu sensibilisieren: Um Krebserkrankungen wirksam vorzubeugen, ist rechtzeitige Früherkennung unverzichtbar. Gezeigt wird die Aufführung des Vorsorg Theaters am Dienstag, 11. Juni, ab 18 Uhr im Rahmen der vom St. Walburga-Krankenhaus organisierten Gesundheitswoche (Veranstaltungssaal neben der Cafeteria).

Ein Programm, das Gästen auf unterhaltsame, amüsante, zugleich seriöse Weise den Zugang zu einer ansonsten eher von Ängsten und Unsicherheiten dominierten Problematik erleichtert. Was zuvor noch als Tabu-Bereich galt, über den öffentlich niemand gerne reden mag, lässt sich nach dem Ende der Vorstellung erheblich unbefangener erzählen. Bereits seit Jahren reisen nun schon die Schauspieler Coralie Wolff und Jürg Hummel auf Initiative der Stiftung LebensBlicke landauf landab durch die Republik, haben unterwegs für ihre Komödie stets die Rückmeldung erhalten, dass Aufklärung dieser Art bestens funktioniert. Nicht von ungefähr wurde das Ensemble deutschlandweit bislang über 220-mal gebucht.

Praktische Tipps

Passend zu der Inszenierung wird im Foyer am Schederweg ab 15 Uhr eine etwa fünf Meter lange, obendrein begehbare Darm-Nachbildung zu besichtigen sein. Während der stündlich stattfindenden, von fachkundigem Personal betreuten Rundgänge durch das Modell können sich Besucher mittendrin über etwaige Symptome und Behandlungsformen informieren. Eine allgemeine Einführung zum Thema Krebs gibt sodann Oberärztin Dr. Barbara Wenning, deren Vortrag ab 16.30 Uhr angesetzt ist. Die  begleitenden, unterstützenden Angebote der Klinik zur Bewältigung der mit Tumor-Diagnosen verbundenen emotionalen Belastungen erläutert später Krankenhaus-Seelsorgerin Theresia Brüggemann, die zudem über eine psychoonkologische Fachausbildung verfügt (gegen 17.15 Uhr). 

An den in der Eingangshalle aufgebauten Aktionsständen örtlicher Geschäfte, Selbsthilfegruppen und Ernährungsexperten sind wichtige, praktische Tipps sowie Ratschläge abrufbar, wie Betroffene - trotz aller Schwere – ihren Lebensalltag konstruktiv meistern können. 

Der Eintritt ist kostenlos.