Gruppenbild mit den Kindern: Bislang kannten sie die Verbund-Krankenpflegeschule am Schederweg zumeist nur durch Erzählungen ihrer Eltern. Beim jüngst organisierten Aktionstag jedoch lernten die Mädchen und Jungen sowohl das Klassenzimmer als auch den Klinikbetrieb näher kennen. Nun wissen alle umso besser, wo Mama und Papa ihre Ausbildung absolvieren.
Moderne Wundbehandlung war das Thema beim "Markt der Möglichkeiten": Innerhalb dieses Projektabschnitts mussten Absolventinnen des zweiten Ausbildungsjahrgangs die heutzutage üblichen Techniken - vom Vakuum- bis zum Folienverband - exemplarisch vorführen. Eine Aufgabe, der die Kursteilnehmerinnen voller Begeisterung nachkamen.

Aktionstag der Krankenpflegeschule: Kinder durften die Mama ins Klassenzimmer begleiten

[03.04.2013]

Überall das gleiche Bild – egal, wo der Blick am Ende landete: In den Räumen, auf den Fluren, eigentlich im gesamten Gebäude, herrschte emsige Geschäftigkeit. Ein buntes, quirliges Treiben - und mittendrin viele fröhlich gestimmte Gesichter. So ließ sich nicht übersehen, dass vom Kollegium der Verbund-Pflegeschule am St. Walburga-Krankenhaus Meschede mehrere Projekte parallel initiiert wurden, die zudem noch untereinander geschickt verknüpft worden waren.

Doch schön der Reihe nach: Um zu zeigen, wo die Mama seit nahezu zwölf Monaten eifrig lernt, durften die Absolventinnen des Teilzeit-Kurses an jenem Morgen den Nachwuchs zum Aktionstag mitbringen. Aus gutem Grund: „Viele Kinder kennen unsere Einrichtung lediglich vom Hörensagen“, erläuterte Dozentin Heidelore Lessig das Ansinnen. „Damit sie sich aber künftig ein Bild machen können, wo der Unterricht ihrer Mütter stattfindet, sprechen wir mit der Einladung jetzt gezielt beide Gruppen an.“ Zur Erinnerung: Anfang April 2012, von großem Medienecho begleitet, hatten die Wiedereinsteigerinnen den Start ins Berufsleben gewagt, seitdem ist der daheim das prägende Thema. 

"Interessanter Rundgang"

Nach der gemütlichen Frühstücksrunde erhielten die Familien Gelegenheit, zum einen die Klassenzimmer, zum anderen den Klinik- bzw. Stationsbetrieb näher zu besichtigen. „Uns hat’s gefallen“, äußerten sich beispielsweise Pia Czychi (13 ) und Vivian Rötz (13), zwei Mädchen aus der Töchter-Riege, lobend über den Rundgang. „Interessant“ sei der gewesen, gespickt mit zahlreichen neuen Eindrücken. „Nun wissen wir erheblich besser Bescheid.“ Als „abwechslungsreich“ beurteilten die Teenager zudem das übrige Programm: Da galt es etwa ein Animationsmodell mitsamt den wichtigsten menschlichen Organen in der richtigen Reihenfolge wieder zusammenzufügen, nur wenige Meter davon entfernt bekamen die jungen Gäste fachkundig vorgeführt, wie Verletzungen heute zu versorgen sind.

Dass moderne Wundbehandlung genügend Anschauungsmaterial für einen „Markt der Möglichkeiten“ liefert, bewiesen nebenan Teilnehmer des zweiten Ausbildungsjahres. Deren Aufgabe bestand darin, die heute üblichen Techniken – vom Vakuum- bis zum Folienverband – anhand eines publikumsträchtigen, obendrein messetauglichen Szenarios zu demonstrieren. Zusätzlich mussten die Schülerinnen und Schüler für ihre Präsentation verschiedene Parts übernehmen, abwechselnd den der Aussteller, hernach den der Besucher verkörpern.

"Kreative Spielfreude"

„Auf diese Weise“, unterstrich Lessig den pädagogischen Nutzen, „haben sie den Sachverhalt  nicht nur aus zwei Perspektiven aufgerollt, sondern sich dabei auch wesentliche, grundlegende Kenntnisse angeeignet.“ Spaß bescherte die Angelegenheit ebenfalls: In dem Bemühen, möglichst authentisch zu wirken, schlüpfte so manche(r) voller Begeisterung in die jeweils vorgegebenen  Rollen. „Toll“, befand die Lehrerin abschließend, „welche Kreativität solche didaktischen Formate stets freisetzen.“  

Volles Programm: Projekttag in der Krankenpflegeschule