Das von Dr. Georg Köhne (l.), Chefarzt der gastroenterologischen Abteilung des St. Walburga-Krankenhauses, gewählte Veranstaltungsformat fand unter den Besucherinnen und Besuchern reichlich Anklang: Der Mediziner erläuterte beim "Abend der offenen Tür" im neugeschaffenen Funktionstrakt der Inneren Medizin nicht nur die technischen Abläufe einschlägiger Untersuchungsmethoden, sondern kombinierte seine Ausführungen auch mit internistischen Hintergrundinformationen.
Geballte Aufmerksamkeit: Interessiert ließ sich das Publikum von Chefarzt Dr. Georg Köhne (l.) das in den einzelnen Untersuchungszimmern des Funktionstrakts exemplarisch ausgelegte medizinische Instrumentarium erklären. Aufgrund des abseits starrer Vortragsmuster bewusst zwanglos organisierten Patientenforums ergaben sich rasch etliche Fragen, die letztlich zu einem intensiven Austausch mit der Zuhörerschar führten.

"Abend der offenen Tür": Neues Veranstaltungsformat stieß auf viel positive Resonanz

[18.03.2014]

Das Format ist bestens bekannt: Der Referent hält seinen Vortrag, erläutert währenddessen die vorbereitete Power-Point-Präsentation, vermittelt zum Schluss der Veranstaltung dann noch Wissenswertes zu den bislang unerörtert gebliebenen Aspekten. Nein – bei diesem gewohnten Veranstaltungsmuster wollte es Dr. Georg Köhne, Chefarzt der gastroenterologischen Abteilung des St. Walburga-Krankenhauses, partout nicht belassen: Für den Einstieg in den Themenkomplex "Prävention" wählte er jetzt eine ganz andere Variante. Und lud kurzerhand zum „Abend der offenen Tür“ in den vor knapp acht Monaten eingeweihten Funktionstrakt der Inneren Medizin ein. Dort geleitete er das Publikum durch die neugeschaffenen Räumlichkeiten, stellte die installierten Geräte und Apparaturen vor, kombinierte zudem seine Ausführungen über technische Abläufe mit den notwendigen, internistischen Hintergrundinformationen. Ein Mix, der vor gutgefüllter Kulisse rasch auf Anklang stieß. 

Deshalb dauerte es nicht lange, bis der Gastgeber bereits mit Fragen überhäuft wurde. Besonders das Procedere vor, während sowie nach einer Magen- bzw. Darmspiegelung schien die Besucherinnen und Besucher zu interessieren. Aber auch wie beispielsweise Polypen abgetragen oder kleinere Geschwülste entfernt werden, wollte man von ihm erfahren. Köhne blieb keine Antwort schuldig, demonstrierte bei dem Rundgang anhand des endoskopischen Instrumentariums, welche der da exemplarisch ausgelegten Hilfsmittel sich für die erwähnten Eingriffe anbieten. „Sehr aufschlussreich“, kommentierte ein älteres Ehepaar das soeben Gehörte, „jetzt können wir nachvollziehen, was uns im Fall der Fälle erwartet.“

Nützliche Ratschläge

Dass Kolon-Karzinome erfolgreich zu behandeln sind, wenn rechtzeitig Anzeichen eines Tumorleidens entdeckt werden, zählte zu den weiteren Inhalten des Patientenforums: „Gerade weil sich die Symptome anfangs nur langsam entwickeln“, betonte der Fachmann, „ist die Früherkennung so ungemein wichtig.“ Deshalb unverzichtbar: der regelmäßige Check durch den Hausarzt. Darüber hinaus konnte Köhne der Zuhörerschar manch nützlichen, allgemeinen Rat mit auf den Weg geben - etwa jenen, dass gesetzliche Krankenkassen Versicherten ab fünfzig aufwärts die erforderlichen Vorsorge-Untersuchungen erstatten. Wer bis dahin nicht über Beschwerden geklagt oder erbliche Belastungen vorzuweisen habe, der sollte jedoch ab dieser Lebensphase intensiver bei sich nachschauen lassen. Wäre hierbei kein gravierender, besorgniserregender Befund diagnostiziert worden, sei der nächste Kontroll-Termin spätestens nach zehn Jahren notwendig. Die Einschränkung: Bei familiären Dispositionen oder etwaigen Vorbefunden hingegen müssten Überprüfungen in wesentlich engmaschigeren Abständen anberaumt werden.

Wohlgemeinte Vorschläge, die das Auditorium dankbar entgegen nahm - genauso wie die von den beiden klinikinternen Ernährungsberaterinnen Marieke Pape und Sonja Richter empfohlenen Rezepte für eine gesunde Kost: Die trägt letztlich mit dazu bei, potenzielle Darmkrebsrisiken zu verringern. Um auf den Geschmack zu kommen, durften die Teilnehmer zum Schluss selbstgebackenes Brot sowie frisch angerührte Beerenfrucht-Smoothies probieren. „Hmmh, das sieht ja richtig lecker aus“, lautete entlang der Warteschlange das einhellige Urteil.