Das St. Walburga-Krankenhaus Meschede gehört zu jenem Träger-Verbund, der die hiesigen Hospiz- und Palliativtage organisiert. Bei den Veranstaltungen - das nächste Forum findet am Mittwoch, 29. Oktober 2014, statt - wird über sensible Themen mit der gebotenen Pietät informiert.

5. Hospiz- und Palliativtag: Handlungsanleitung zum inneren Stark-Sein

[24.10.2014]

Das Leiden und das Sterben, der Tod und die Trauer: (Tabu-)Themen, die bei den Mescheder Hospiz- und Palliativtagen mit der gebotenen Pietät reflektiert werden. Jene Informationsreihe, die gezielt sensibilisieren möchte: Wie lässt sich für Schwerkranke, die auf der letzten Wegstrecke des Lebens angekommen sind, größtmögliche Geborgenheit und Würde verwirklichen? Und auf welche Weise können sie währenddessen mitsamt den Angehörigen notwendigen Beistand erhalten? Initiiert wird der stets im Herbst stattfindende öffentliche Gedankenaustausch von einem Träger-Verbund, in dem u.a. das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises, der hiesige Caritasverband, die Diakonie, das regionale Palliativnetz sowie das St. Walburga-Krankenhaus Meschede eng kooperieren.  

Dass die Veranstaltungen bei Bürgerinnen und Bürgern wachsende Resonanz finden, ist dem engagierten Team um Koordinatorin Anita Wiese zu verdanken - es kümmert sich jeweils um ein passendes, aufschlussreiches  Programm. Daher nehmen bei dem am Mittwoch, 29. Oktober 2014, nunmehr schon zum fünften Mal organisierten Forum (Beginn: ab 14.30 Uhr) interessante Sachvorträge wieder breiten Raum ein. Diesmal zählt Prof. Dr. Angelika Zegelin, renommierte Wissenschaftlerin an der Universität Witten/Herdecke, zum Referentenstab: „Hoffnung – eine mächtige Kraft“ heißt der Titel ihres Referats, das sie im Sitzungssaal des Kreishauses in der Steinstraße 27 hält.

Basale Stimulation

Ja, Hoffnung – das Prinzip Hoffnung! Deshalb lautet eine von Zegelins zentralen Fragestellungen, wie sich in Kliniken und Seniorenheimen Pflegekräfte dieser „zutiefst menschlichen Eigenschaft“ bedienen können, so dass Patienten und Bewohner ermutigt werden, die jeweilige, individuelle Krankheitsphase mental konstruktiv zu begleiten. Eine Art Handlungsanleitung zum inneren Stark-Sein, unabhängig vom Grad der Genesung.

Generell: Was tut ihnen, den Betroffenen, gut? Eine Überlegung, die auch Sylvia Jakobi in ihren Ausführungen aufgreift. Sie stellt Grundsätzliches zur basalen Stimulation vor – ein bei eingeschränkter Wahrnehmung oder Bewegung auf körperorientierte Interaktion ausgerichteter Ansatz. Zu den Berichterstattern gehört darüber hinaus Gunnar Brandt, stellvertretender Leiter im Arnsberger Hospiz Raphael. „Begleitung am Lebensende“ nannten die Organisatoren seinen Beitrag, der auf Grundlage eines gemeinsam mit Hausgästen gedrehten Filmmitschnitts das Konzept  der Einrichtung widerspiegelt.

Tatkräftige Mitarbeit

Dass ein abends bei ihr zufällig ertasteter Knoten in der Brust den gewohnten Alltag jäh veränderte,  musste Birgit Schlabitz im Mai 2007 erfahren. Damals, nach rasch vorgenommener Tumor-Amputation, trat sie der Selbsthilfegruppe Krebs bei, arbeitet seitdem dort tatkräftig mit. So wird die Sprecherin darlegen, wie wichtig den Mitgliedern die zweimal monatlich anberaumten Treffen geworden sind – Gelegenheiten, um sich auf Augenhöhe gegenseitig zu unterstützen, da jede(r) aus der Runde die gleichen oder ähnlichen Probleme zu meistern hat.  

Aktions- und Info-Stände rundherum vervollständigen das Angebot. Der Eintritt ist frei.