Der am 7. November stattfindende 3. Mescheder Hospiz- und Palliativtag, an dessen Organisation sich Mitarbeiterinnen des St. Walburga-Krankenhauses beteiligen, möchte ein sensibles Thema in die Öffentlichkeit tragen: Wie lässt sich für schwerkranke Patienten größtmögliche Lebensqualität sicherstellen?

3. Mescheder Hospiz- und Palliativtag: Forum für einen sensiblen Gedankenaustausch

[30.10.2012]

Nein, die Problematik eignet sich nicht für reißerische Schlagzeilen. Und trotzdem gehört das Thema in die öffentliche Diskussion – mit dem Anspruch, dadurch die Bevölkerung gezielter zu sensibilisieren: Was geschieht, wenn ärztliche Kunst bei Schwerkranken an ihre Grenzen stößt? Diese und andere Aspekte werden jetzt beim 3. Mescheder Hospiz- und Palliativtag erörtert, der am Mittwoch, 7. November, ab 15 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses (Steinstraße) stattfindet. Ein Forum für Betroffene und deren Familien, zudem sind interessierte Fachkräfte sowie Gäste willkommen. Ausgerichtet wird das Zusammentreffen in enger Kooperation vom Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises, dem hiesigen Caritasverband, der Diakonie, den regionalen Palliativnetzen sowie dem St. Walburga-Krankenhaus. 

Das Nachdenken über Leiden und Sterben,Tod und Trauer – es nimmt innerhalb der dreistündigen, mit Sachvorträgen gefüllten Informationsveranstaltung breiten Raum ein. So reicht das Spektrum der Kurz-Referate von seelsorgerischen bzw.pflegerischen Betrachtungen bis hin zu Kriterien interdisziplinärer Arbeitsformen. Darüber hinaus werden Grundlagen alternativer Schmerzbehandlung erläutert, gleichermaßen zählt die Ernährungsweise bei Krebs zu den Programminhalten.  

Psycho-soziale Betreuung

Im Mittelpunkt all jener Überlegungen steht der generelle Ansatz, Patienten in der ihnen vertrauten Umgebung bis zuletzt größtmögliche Lebensqualität zu erhalten. Die fängt beim Verzicht auf diagnostisch oder therapeutisch unwirksame Heilverfahren an, hört bei der Linderung von Beschwerden auf. Und bezieht darüber hinaus Belange einer psycho-sozialen Betreuung ein – beispielsweise Hilfen bei der Regelung bislang unerledigter Angelegenheiten oder Austausch über spirituelle Fragestellungen. Wichtig: Persönliche Wünsche, Bedürfnisse, Befindlichkeiten des Individuums - sie sollen oberste Priorität besitzen.

Um hier eine umfassende Unterstützung bieten zu können, hatten Palliativmedizin und Hospizbewegung bereits vor Jahren begonnen, einerseits ambulante, andererseits stationäre Offerten zu schaffen, mit denen intensive Begleitung des Einzelnen praktikabel ist –  orientiert an der Maxime: „Wenn nichts mehr zu machen ist, ist noch viel zu tun.“ Auf diese Weise bildete sich vor Ort ein engmaschiger Verbund aus Organisationen, Vereinen, Initiativen, in dem sich seitdem erfreulicherweise zahlreiche Ehrenamtliche engagieren. Deshalb soll der Aktionstag dazu beitragen, auch unter ihnen die Begegnung zu fördern.

Beteiligt sind überdies mehrere medizinische bzw. pharmazeutische Unternehmen, die unterschiedliche Ausstellungspräsentationen zeigen. Eintritt für Besucher wird nicht erhoben.