2. Patientenforum "Rund um das Knie" voller Erfolg

[22.04.2009]

Die überwältigende Zahl von 200 Besuchern und Patienten folgte am Mittwochabend im St. Walburga-Krankenhaus Meschede den Ausführungen von drei Referenten zum Thema „Rund um das Knie“.

Zunächst wurde durch den Chefarzt der Unfallchirurgie, Dr. Detlef Drüppel, eine Reise ins Innere des Kniegelenkes vollzogen. Dabei wurden den Besuchern besonders die Strukturen vorgestellt, die im Rahmen einer Arthrose immer wieder zu Problemen führen. Die verschiedenen Krankheitsbilder und die daraus folgenden Symptome wurden vorgestellt und die Behandlungsarten mit Bildern erklärt. So konnte sich jeder Besucher wirklich „bildlich“ vorstellen, was z. B. bei einer Kniespiegelung alles gemacht wird, welche Nachbehandlungen erfolgen und vieles mehr.

Schwerpunkt, auch in der nachfolgenden Diskussionsrunde, lag auf den verschiedenen Arten des künstlichen Kniegelenkes, wie beispielsweise der Schlittenprothese oder aber der Vollprothese, die mit Hilfe eines computergestützten Navigationssystems eingebaut wird.

Anschließend wurde durch die Physiotherapeutin Sandra Köster die Nachbehandlung bei Kniegelenksoperationen vorgestellt. Mit einfachen, in Broschüren der Klinik beschriebenen Übungen, bis hin zum Geräteeinsatz, um den Aufbau der Muskeln zu stärken, wurde den Gästen das Leistungsspektrum einer Physiotherapie vorgestellt.

Da gerade operative Eingriffe am Kniegelenk mit Schmerzen verbunden sind, referierte anschließend Dr. Volker Vogt, Oberarzt der Anästhesie, über die modernen Narkoseverfahren. Diese erstrecken sich von der bekannten Vollnarkose, der Rückenmarksnarkose bis hin zur Betäubung einzelner Nervenstränge. Gerade die Schmerztherapie nach einer Operation wurde eingehend erklärt. In einem der vorgestellten Verfahren kann sich der Patienten selber, mit Hilfe einer sog. Medikamentenpumpe Schmerzmittel je nach Bedarf geben und somit seine Schmerzen selber beheben. Auch das Thema Eigenblutspende und die Wiederaufbereitung und Rückgabe von bei der Operation verlorenem eigenem Blut wurde vorgestellt.

In der anschließenden großen Diskussionsrunde wurden viele Fragen der Besucher und Gäste beantwortet. Nach den Vorträgen standen alle drei Referenten, beide Oberärzte der Unfallchirurgie sowie das gesamte Team der Physiotherapie für gezielte Fragen bereit. Von diesem Angebot wurde reichhaltig Gebrauch gemacht.

Aufgrund der enormen Teilnahme von 200 Gästen wurde durch die Veranstalter kurzfristig beschlossen, im Spätsommer dieses Thema nochmals in einem weiteren Forum aufzugreifen.

Die Patientenforen werden in regelmäßigen Abständen im Walburga-Krankenhaus zu den verschiedensten medizinischen Themen angeboten.