Was ist zu tun, wenn ältere Familienangehörige nach beendetem Klinik-Aufenthalt wieder in ihr häusliches Umfeld zurückkehren? Auf diese und ähnliche Fragen gibt die für Donnerstag, 13. Juni, anberaumte Themenveranstaltung der 1. Mescheder Gesundheitswoche im St. Walburga-Krankenhaus Antworten.

1. Mescheder Gesundheitswoche: Was tun, wenn Kranke nicht mehr für sich selbst entscheiden können?

[12.06.2013]

Ein aktuelles Phänomen, das inzwischen immer mehr Familien betrifft: Was tun, wenn ein älterer Angehöriger nach Beendigung des Klinikaufenthalts in sein früheres Umfeld zurückkehrt, dort jedoch aufgrund der individuellen Symptome regelmäßiger Unterstützung bedarf?  Der nachstationären Begleitung kommt daher wachsende Bedeutung zu. Freilich - ambulante Pflegedienste übernehmen einen Großteil an Betreuungsleistungen. Gewisse Probleme sind aber trotzdem nicht auszuschließen, stellt sich doch die Frage, wer von den Verwandten für eine solche Aufgabe  qualifiziert ist, wenn keine Fachkräfte verfügbar sind?

Diese und ähnliche Überlegungen werden am Donnerstag, 13. Juni, ab 15 Uhr im Rahmen der 1. Mescheder Gesundheitswoche des St. Walburga-Krankenhauses aufgeworfen. Wie reagiert man bei Personen, denen beispielsweise eine Ernährungssonde eingesetzt wurde? Oder auf welche Weise lassen sich hartnäckige Wunden behandeln? Das Team der GesundHeits GmbH Deutschland will hierzu praxisorientierte Ratschläge vermitteln. Parallel erläutert die Arbeitsgemeinschaft „Ambulant vor Stationär“ des Hochsauerlandkreises das eigene Konzept, lässt die Besucher an jenen Erfahrungen teilhaben, die diese Gruppe während der vergangenen Monate sammelte.

Auch dies wird bei der Veranstaltung Thema sein: Welche finanzielle Hilfe ist bei häuslicher Pflege möglich? Wie müssen die Rahmenbedingungen beschaffen sein? Mitarbeiter der Barmer GEK werden ab 16 Uhr ausführlich referieren. Zum Abschluss (zwischen 17.00 und 18.30 Uhr) erörtert Rechtsanwältin Ulrike Peus, was passiert, wenn der Einzelne schwer erkrankt ist und über eigene Belange nicht mehr selbst entscheiden kann oder schließlich sogar verstirbt, ohne zuvor juristische Regelungen getroffen zu haben. Darüber hinaus wird sie in ihrem Vortrag aufzeigen, in welchen Fällen Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen oder ein Testament tunlichst zu empfehlen sind.

 

1. Mescheder Gesundheitswoche: Wissenswertes rund um Medizin, Pflege, Forschung und Gesellschaft